Zwist um Satzungsänderung Gericht vertagt sich im Aldi-Familienstreit

Wie soll das Discounter-Imperium Aldi-Nord künftig regiert werden? Und vor allem von wem? Familienstämme bekriegen sich, ein Gericht sollte entscheiden. Doch nach rund acht Stunden vertagte man sich. Ein Zeuge soll noch gehört werden.

Die Anwälte der Parteien im Gerichtssaal des OVG
DPA

Die Anwälte der Parteien im Gerichtssaal des OVG


Das schleswig-holsteinische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat eine Entscheidung im Familienstreit bei Aldi Nord vertagt. Zuvor hatte das Gericht rund acht Stunden lang verhandelt. Voraussichtlich am 7. Dezember um 10 Uhr soll noch ein Zeuge gehört werden.

Das OVG verhandelt die Berufung gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Schleswig unter anderem über die Zusammensetzung des Vorstandes einer wichtigen Familienstiftung, die 19,5 Prozent der Anteile an Aldi Nord hält. Nach dem plötzlichen Tod von Gründer-Sohn Berthold Albrecht kämpfen Mitglieder seiner Familie um ihren Einfluss auf die Jakobus-Stiftung.

Fotostrecke

8  Bilder
Streit im Aldi-Clan: Macht, Millionen, Misstrauen

Der Zeuge, der nun noch gehört werden soll, ist ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Jakobus-Stiftung, das bei der entscheidenden Satzungsänderung erkrankt war. Berthold Albrecht hatte daraufhin in dessen Namen der Änderung zugestimmt. Dies ist nach Ansicht der Erben nicht zulässig. Zu diesem Punkt soll der Zeuge nun gehört werden.

Durch die Satzungsänderung war die Macht der Familie in diesem Gremium spürbar eingeschränkt worden. Dies war auch vom Kreis Rendsburg-Eckernförde als Stiftungsaufsicht akzeptiert worden.

Lesen Sie hier mehr über die Familienfehde.

brt/dpa

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.