Moschee-Motiv Aldi Süd erzürnt mit Seifen-Rücknahme

Auf einer Seifenpackung ist eine Moschee abgebildet, ein Kunde beschwert sich und Aldi Süd nimmt das Produkt aus dem Programm. Jetzt wird das Unternehmen dafür wüst beschimpft.

Aldi-Filiale in Köln: Gefährdung der Meinungsfreiheit?
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Aldi-Filiale in Köln: Gefährdung der Meinungsfreiheit?


Berlin - Die Rücknahme einer Seifenpackung mit einem Moschee-Motiv hat dem Discounter Aldi Süd im Internet viel Kritik eingebracht. Auf Twitter und der Facebook-Seite des Unternehmens sammelten sich bis Montagabend zahlreiche Kommentare, die den Verantwortlichen mangelndes Rückgrat und eine Gefährdung der Meinungsfreiheit vorwarfen.

Der Vorschlag, sich in "Üldü" umzubenennen, gehört dabei noch zu den harmloseren, viele Kommentare sind eindeutig islamfeindlich, andere einfach nur fassungslos.

Aldi Süd hatte am vergangenen Donnerstag angekündigt, die Creme-Seife "Ombia - 1001 Nacht" nicht länger in der bisherigen Form anzubieten. Auf der Verpackung des Seifenspenders ist die Silhouette einer Moschee abgebildet. Ein Kunde hatte sich auf Facebook beschwert, die Abbildung eines religiösen Motivs auf einem Gebrauchsprodukt sei unpassend. Aldi Süd reagierte nach weniger einer Stunde mit einer Entschuldigung und kündigte an, die Seife werde "in Kürze nicht mehr in unseren Filialen erhältlich sein".

Wegen dieser Aussage wird im Internet nun teilweise zum Boykott von Aldi Süd aufgerufen. Es finden sich jedoch auch weniger aufgeregte Kommentare, die den Sinn der Reaktion dennoch in Frage stellen. Sie verweisen unter anderem darauf, dass es sich beim gezeigten Gebäude offenbar um die Hagia Sophia in Istanbul handelt. Diese diente in ihrer wechselvollen Geschichte sowohl als Moschee wie auch als Kirche - ist inzwischen aber ein Museum.

dab



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