Alibaba-Gründer Jack Ma als reichster Mann Chinas abgelöst

Jack Ma ist nicht mehr der reichste Chinese. Durch den Börsengang von Alibaba war der Unternehmensgründer zwischenzeitlich sogar zum vermögendsten Mann Asiens aufgestiegen. Nun hat ihn ein Ökoenergie-Tycoon überholt.

Alibaba-Gründer Ma (auf Weltwirtschaftsforum in Davos): Nur noch auf Rang drei
AP/dpa

Alibaba-Gründer Ma (auf Weltwirtschaftsforum in Davos): Nur noch auf Rang drei


Peking - Die Zeit an der Spitze war kurz. Alibaba-Chef Jack Ma steht nicht mehr auf Platz eins der Superreichen-Liste seines Landes. Laut dem Hurun-Report, Chinas bekanntestem Reichen-Ranking, ist nun der Ökoenergie-Unternehmer Li Hejun der vermögendste Mann Chinas.

Hejun, Gründer und Chef des Pekinger Hanergy-Konzerns, konnte sein Vermögen demnach binnen einem Jahr fast verdreifachen und besitzt nun 26 Milliarden Dollar. Sein Unternehmen ist in den Sparten Wasser-, Wind- und Solarenergie aktiv.

Ma hatte allein durch den Rekordbörsengang von Alibaba 25 Milliarden Dollar an der New Yorker Wall Street eingenommen. Inzwischen besitzt er laut Hurun noch 24,5 Milliarden Dollar, damit rutscht er sogar auf Platz drei in China ab. Platz zwei belegt mit rund 25 Milliarden Dollar der Immobilienunternehmer Wang Jianlin, Eigentümer der Wanda Group.

Hauptgrund für das Abschmelzen von Mas Vermögen sind die jüngsten Kursverluste der Alibaba-Aktien Chart zeigen. Allein in der vergangenen Woche verloren sie mehr als 13 Prozent an Wert.

Im globalen Vergleich liegt China bei der Anzahl der Dollar-Milliardäre mit 430 noch knapp hinter den USA, wo 537 Menschen ein Vermögen von mehr als einer Milliarde Dollar besaßen. Allerdings muten die 26 Milliarden Dollar des reichsten Chinesen regelrecht bescheiden an im Vergleich zu den 85 Milliarden Dollar, auf die Hurun Microsoft-Gründer Bill Gates als reichsten Mann der Welt schätzt. Auf dem zweiten Platz liegt der mexikanische Telekom-Tycoon Carlos Slim. Jack Ma belegt im globalen Vergleich lediglich Rang 34.

Firmenporträt in Grafiken

fdi/AFP/Reuters



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insgesamt 8 Beiträge
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Lolalila 03.02.2015
1. einfach schlimm...
... dass sich spon nicht zu schade ist, den Kult um die modernen Raubritter mitzumachen. ich würde mir wünschen, dass in Zeiten, wo die Unterschiede zwischen arm und reich immer perverser werden, die Medien das allenfalls anklagen, nicht aber nette rankings veröffentlichen
lord.speedy 03.02.2015
2. Reiche Leute in China?
Sollte in China nicht der Mao-Kommunismus herrschen? Aber wie bei der "Farm der Tiere": Alle Chinesen sind gleich, nur manche Chinesen sind gleicher als andere - und damit reicher! Das aber genau dies "echter Kapitalismus" vom Allerfeinsten ist, scheint man dort noch nicht verstanden zu haben. Und über die Sonderwirtschaftszonen und Taiwan regt man sich auf, die sind ja "so kapitalistisch"..,
aurichter 03.02.2015
3. Jetzt schon ein ( perverser ) Wettbewerb
oder zumindest auch von SpOn ein Kontinentalvergleich, wer die meisten Superreichen hat. Sollte man eigentlich gar nicht komentieren. Auf der einen Seite Armut mit Sterblichkeitsraten ohne Berechtigung angesichts des Vermögens und auf der anderen Seite Alles im Überfluss ohne Berechtigung. Dazu fällt einem nichts mehr ein.
SpitzensteuersatzZahler 04.02.2015
4.
Zitat von Lolalila... dass sich spon nicht zu schade ist, den Kult um die modernen Raubritter mitzumachen. ich würde mir wünschen, dass in Zeiten, wo die Unterschiede zwischen arm und reich immer perverser werden, die Medien das allenfalls anklagen, nicht aber nette rankings veröffentlichen
Wo liegt denn das Problem? Der Eigentümer ist Gründer und hat etwas geschafft, woran knapp 100% der Menschen scheitern würden. Er ist offensichtlich schlau, fleißig und mutig. Soll er doch so reich sein. Haben Sie deswegen etwa weniger? (Ungeachtet dessen wäre es natürlich gut, 90% beim Erbübergang durch Steuern abzuschöpfen...)
spiegelleser987 05.02.2015
5.
Zitat von SpitzensteuersatzZahlerWo liegt denn das Problem? Der Eigentümer ist Gründer und hat etwas geschafft, woran knapp 100% der Menschen scheitern würden. Er ist offensichtlich schlau, fleißig und mutig. Soll er doch so reich sein. Haben Sie deswegen etwa weniger? (Ungeachtet dessen wäre es natürlich gut, 90% beim Erbübergang durch Steuern abzuschöpfen...)
Wie reich ist denn jemand. Das sind nur Börsenwerte, also Zahlen in einem weltweiten Computer. Es ist kein Geld. 90% durch Steuern abzuschöpfen, wäre eine Börsenmanipulation oder ein Lotteriespiel des Staats über den Umweg des Steuerzahlers.
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