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Börsengang-Werbetour: Alibaba enttäuscht Anleger bei Roadshow-Auftakt

Die chinesische Konzernzentrale von Alibaba: "Habe ich was Neues erfahren? Ein klares Nein" Zur Großansicht
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Die chinesische Konzernzentrale von Alibaba: "Habe ich was Neues erfahren? Ein klares Nein"

Lange Schlangen vor dem Eingang, Stehplätze, abgepackte Truthahn-Sandwiches: Nicht nur mit dem Ambiente hat Alibaba zum Start der Werbetour für den Börsengang potenzielle Anleger enttäuscht. Auch konkrete Antworten auf Fragen gab es kaum.

New York - Das New Yorker Waldorf Astoria eines der renommiertesten Hotels weltweit. Ein geeigneter Ort also, um dort Anleger zu empfangen und von einer möglichen Investition zu überzeugen. Das dachten sich wohl auch die Verantwortlichen für die Werbetour des chinesischen Online-Händlers Alibaba, der in Kürze an die Börse gehen will, und in den prestigeträchtigen Räumen in New York den Roadshow-Auftakt dazu veranstaltete. Doch der misslang offenbar reichlich.

Lange Schlangen am Eingang, überfüllte Räume wegen großen Andrangs, Stehplätze, ein verspäteter Beginn - für die Investoren begann das Alibaba-Event wenig luxuriös. Als Catering sollen ihnen dann noch abgepackte Truthahn-Sandwiches vorgesetzt worden sein.

Vor allem aber inhaltlich konnte die Veranstaltung um den milliardenschweren Alibaba-Börsengang einige Anleger nicht überzeugen. "Habe ich was Neues erfahren? Ein klares Nein", sagte etwa Akram Yosri, Finanzmanager bei der 3iCapital Group. Andere Anleger äußerten sich der Nachrichtenagentur Reuters zufolge ähnlich: Sie hätten gerne gewusst, wie Alibaba zu Vorwürfen steht, bei der Besetzung des Managements zu intransparent zu sein - doch auch ihre Fragen seien nicht beantwortet worden.

Der außerhalb Chinas weitgehend unbekannte Amazon-Konkurrent hatte am vergangenen Freitag die Endphase seines US-Börsengangs eingeläutet und die Preisspanne für seine Aktien auf 60 bis 66 Dollar festgesetzt. Damit käme Alibaba am oberen Ende insgesamt auf einen Börsenwert von 163 Milliarden Dollar. Damit wird es das größte chinesische Unternehmen an einer US-Börse sein.

vks/Reuters

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1. Zwei Unternehmenskulturen
jewiberg 09.09.2014
Offenbar haben sich die Chefs von Alibaba gedacht, es läuft wie in China. Alle lächeln und nicken und stellen keine unangenehmen Fragen. Aber wer von US Investoren Geld haben will, der muß sich nackig machen und bei jedem Quartalsbericht die Hosen runter lassen.
2.
al3x4nd3r 09.09.2014
Bei Aliexpress ist jeder 3. Schuh ein Plagiat (Nike, Prada, Porsche). Dass sie es dann überhaupt wagen, im Ausland an die Börse zu gehen.
3. Alibaba ist das neueste Kaufhaus
JKStiller 09.09.2014
für den Ausverkauf einer Idee, die eigentlich Menschen zusammenbringen sollte. Kaufen ist die neue Religion, Mehrarbeit und Überstunden sollen das bezahlen. Ich persönlich glaube, der Wahnsinn hört erst auf, wenn alles und jeder zweimal verkauft wurde und kein Geld mehr übrig ist. Dann funktioniert das Internet hoffentlich normal für normale Menschen.
4. Also in Alibabas Raeuberhoehle sieht...
foxstar 09.09.2014
... es ungefaehr so aus: Starbucks Cafe im Eingangsbereich mit langen Schlangen ueber den ganzen Tag. Viel auf Amerikaner Gemache und ansonsten verspiegelte Sonnenbrille mit Ganzkoerpermaske vor dem Gesicht. Wenn das Unternehmen nicht ein staatlich gefoerdertes und gelenktes Vorzeigekonstrukt ist mit dem gleichen Mass an Intransparenz und Unbeweglichkeit wie die anderen auch, dann fress ich einen Besen (musste bisher noch nie einen Besen fressen).
5. Kapital für Kommunisten?
wanniii 10.09.2014
Das Ziel eines Börsenganges von Alibaba ist die Aufstockung des Eigenkapitales auf dem freien Markt. Wenn jedoch Quartalsberichte in kommunistischer Manier geschönt werden, Geschäftspraktiken undurchsichtig sind und die Geschäftsführung nur im Sinne eines Regimes agieren kann, woher soll der Reiz für Investition aus der freien Welt kommen? Alibaba ist nur nur erfolgreich, weil es die Konkurrenten kopiert, sich konform zu den Ideologien der chinesischen Regierung zeigt und dafür in einem abgeschotteten Markt agieren kann, während dessen Konkurrenten sich den freien Märkten stellen müssen. So lange die Chinesische Währung nicht auf dem freien Markt gehandelt werden kann, sollten Chinesische Unternehmen nicht in westliche Kapitalmärkte zugelassen werden. Man kann sich nicht nur die Rosinen eines freien Kapitalmarktes herauspicken und daheim alles und jeden kontrollieren wollen.
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