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Vermietung von Frauenmediaturm: Köln will Schwarzers Stiftung abmahnen

Alice Schwarzer droht neuer Ärger: Die Stiftung der "Emma"-Chefin hat einen Turm von der Stadt Köln gepachtet. Die will die Stiftung nun abmahnen - weil ein Raum in dem Gebäude gewerblich vermietet wurde.

Bayenturm in Köln: "Kontaktieren Sie uns gerne" Zur Großansicht
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Bayenturm in Köln: "Kontaktieren Sie uns gerne"

Köln - Wegen einer Vertragsverletzung bei der Nutzung des sogenannten Frauenmediaturms in Köln droht einer von Alice Schwarzer geleiteten Stiftung eine Abmahnung. Einen entsprechenden Bericht des "Kölner Stadt-Anzeigers" bestätigte eine Sprecherin der Stadt gegenüber SPIEGEL ONLINE. Die Chefredakteurin der feministischen Zeitschrift "Emma" müsse sich nun zunächst zu den Vorwürfen äußern. "Sie wird das Schreiben noch nicht in Händen halten."

Hintergrund der Abmahnung ist das Vermietungsangebot für einen Gewölberaum des mittelalterlichen Bayenturms am Rheinauhafen, in dem die gemeinnützige Stiftung Frauenmediaturm und ein Teil der "Emma"-Redaktion ihren Sitz haben. Als "historisch bedeutsames und einzigartiges Ambiente für Ihre Veranstaltung" wird der Raum dort auch ausdrücklich externen Interessenten angeboten. "Wenn Sie auf der Suche nach einem passenden Veranstaltungsort sind, kontaktieren Sie uns gerne", heißt es in einem Text im Internet, der am Freitagmorgen noch online war. "Besichtigungen und Preise auf Anfrage."

Der Sprecherin zufolge sieht der Pachtvertrag jedoch allein die Nutzung durch die "Emma"-Redaktion in klar definierten Räumen vor. "So wie das beworben wird, deutet es auf eine gewerbliche Nutzung hin." Bislang sei der Raum erst einmal für 100 Euro vermietet worden, zitiert der "Kölner Stadt-Anzeiger" Angaben der Stiftung.

Auf einen SPIEGEL-Bericht hin hatte Alice Schwarzer in der vergangenen Woche eingeräumt, dass sie seit den achtziger Jahren ein Konto in der Schweiz besaß, das sie den deutschen Steuerbehörden nicht zur Besteuerung gemeldet hatte. Schwarzer zeigte sich schließlich selbst an und zahlte rund 200.000 Euro nach.

dab

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insgesamt 109 Beiträge
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1. Ich freu mich
hschmitter 07.02.2014
wenn diese Selbstdarstellerin, die alles wegbeißt, was ihr nicht paßt, endlich auf Normalgröße reduziert wird.
2. Einmalig 100 € Mieteinnahmen
Ishibashi 07.02.2014
und dafür so ein Artikel ?
3.
zynisch 07.02.2014
Zitat von sysopDPAAlice Schwarzer droht neuer Ärger: Die Stiftung der Emma-Chefin hat einen Turm von der Stadt Köln gepachtet. Die will die Stiftung nun abmahnen - weil ein Raum in dem Gebäude gewerblich vermietet wurde. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/alice-schwarzer-stadt-koeln-will-stiftung-abmahnen-a-952062.html
Nicht unerwähnt sollte man hierbei lassen, dass Frau Schwarzer bzw. die EMMA insgesamt knapp 17.000,00 € an Miete für das Objekt zahlt. IM JAHR!! Für ein solches Objekt in dieser Lage wäre normalerweise eine solche Miete im Monat fällig. Wenn es sich jetzt bestätigt, dass hier auch noch ungeniert Gewinne mit Vermietung dieses Objekts gemacht wurden, schließt sich ja der Kreis. Die mit erhobenstem Empörungszeigefinger durch die Republik rennen, scheinen auch die meisten Leichen im Keller zu haben.
4. Interessiert das irgendjemand ?
ichsagwas 07.02.2014
Also ich war wirklich nie ein Fan von Frau Schwarzer. Aber man hat den Eindruck: wen die Presse einmal im Zielfernrohr erfasst hat, der ist offenbar vogelfrei, das Leben wird durchleuchtet, und aus jeder Kleinigkeit wird ein Skandälchen produziert. Das führt dazu, dass immer weniger intelligente und fähige Leute ein öffentliches Amt bekleiden möchten. Mitelmaß und Spießigkeit greifen sowieso immer mehr um sich. Ecken und Kanten werden gnadenlos abgeschliffen und sind nicht erwünscht in dieser gnadenlosen Medienwelt, die jeden Furz an die Öffentlichkeit zerrt.
5. Offenbar
otelago 07.02.2014
gab und gibt es ja eine Fülle Munition gegen diese extrem boshafte Person, die aufgrund eines nicht verständlichen Schutzschirms der Medien unwidersprochen unter jede Gürttellinie speziell deutscher Männer treten durfte. Sie diente einer Generation junger Frauen teilweise als Vorbild, jedenfalls färbten ihre Satzbausteine, Sprachregelungen und Floskeln das Denken und verhalten einer großen Zahl Frauen in Deutschland. Die Frage ist, wie groß ihr Einfluss auf den Rückgang der Geburtenrate ist. Wahrscheinlich so groß, daß sie nun endlich abgeschaltet wird.
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