Insolventer Küchenbauer Alno plant Wiederaufnahme der Produktion

Nach der Pleite und Massenentlassungen will Alno die Maschinen wieder anwerfen: Ab Frühjahr sollen Küchen der Traditionsmarke verkauft werden. Arbeit gibt es allerdings nur noch für einen Bruchteil der früheren Belegschaft.

Alno-Zentrale in Pfullendorf
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Alno-Zentrale in Pfullendorf


Hoffnung für das insolvente Unternehmen Alno - früher mit 2100 Mitarbeitern einer der größten Küchenhersteller weltweit: Die verbliebenen Beschäftigten sollen am Dienstag gegen 15 Uhr in Pfullendorf bei einer Betriebsversammlung über den Stand der geplanten Wiederaufnahme der Produktion informiert werden.

Teile des insolventen Küchenbauers wurden vor zwei Wochen an den britischen Investor Riverrock verkauft. Insgesamt sollen 410 frühere Alno-Mitarbeiter von der Neuen Alno GmbH übernommen werden.

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Untergegangene Handelsmarken: Tradition vernichtet

Zwei Drittel von ihnen hätten bisher einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben, so ein Sprecher des Insolvenzverwalters vor Tagen. Das neue Unternehmen will dann im Frühjahr wieder Küchen produzieren. Riverrock hatte Mitte Dezember für rund 20 Millionen Euro wesentliche Teile des insolventen Unternehmens wie Maschinen, Grundstücke und auch die Markenrechte übernommen.

Der traditionsreiche Küchenbauer hatte im Juli einen Insolvenzantrag gestellt. Um Alno stand es schon länger schlecht. Seit dem Börsengang 1995 schrieb der Küchenkonzern bis auf ein Jahr stets Verluste. Auch der Einstieg der bosnischen Investorenfamilie Hastor 2016 brachte keine Wende.

beb/dpa-AFX



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