Quartalszahlen von Alphabet und Amazon Google-Mutter knackt 100-Milliarden-Marke

Alphabet hat im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz eingefahren - und rutscht trotzdem ins Minus. Schuld ist die Steuerreform, von der andere US-Techfirmen profitieren.

Google-Symbol auf Smartphone
AP

Google-Symbol auf Smartphone


Die Google-Mutter Alphabet Chart zeigen hat im vergangenen Jahr erstmals einen Jahresumsatz von mehr als 100 Milliarden Dollar erzielt. Haupteinnahmequelle war das Anzeigengeschäft von Google.

Im vierten Quartal stieg der Alphabet-Umsatz demnach um etwa ein Viertel auf 32,32 Milliarden Dollar. Der Gewinn wurde allerdings wie bei vielen anderen Firmen durch die US-Steuerreform belastet: Bei Alphabet belaufen sich die einmaligen Belastungen auf 9,9 Milliarden Dollar, sodass unterm Strich ein Minus von mehr als drei Milliarden Dollar anfiel. Die Aktien gaben im nachbörslichen Handel zeitweise um fast fünf Prozent nach.

Noch immer bringt Google Chart zeigen bei Alphabet das Geld, während die anderen Projekte wie die Roboterwagen-Firma Waymo oder der Smarthome-Spezialist Nest Verluste schreiben. Google steigerte den operativen Gewinn von 7,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr auf 8,8 Milliarden. Das Minus der anderen Bereiche sank in dieser Zeit von rund 1,1 Milliarden Dollar auf 916 Millionen Dollar.

Bei Amazon lief es besser

Ein starkes Weihnachtsgeschäft und boomende Cloud-Dienste haben Amazon Chart zeigen zum Jahresende einen überraschend kräftigen Schub gegeben. Im vierten Quartal stiegen die Erlöse im Jahresvergleich um 38 Prozent auf 60,5 Milliarden Dollar, teilte der Internet-Handelsriese mit.

Der Überschuss legte von 749 Millionen auf 1,9 Milliarden Dollar zu. Damit knackte der Konzern erstmals die Milliardenmarke. Hier kam allerdings auch ein großer provisorischer Sondererlös in Höhe von rund 789 Millionen Dollar aus der US-Steuerreform zum Tragen. Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr kletterte der Umsatz um 31 Prozent auf 177,9 Milliarden Dollar. Unterm Strich stieg der Gewinn von 2,4 Milliarden auf drei Milliarden Dollar. Bei Anlegern kamen die Zahlen gut an, der Aktienkurs legte nachbörslich zunächst um über drei Prozent zu.

Alibaba mit starkem Wachstum

Der chinesische Amazon-Konkurrent Alibaba Chart zeigen blickt nach einem starken Wachstum im dritten Geschäftsquartal optimistischer auf das Gesamtjahr. Der Umsatz soll nun im Ende März endenden Geschäftsjahr um 55 bis 56 Prozent wachsen. Das ist etwas mehr als zunächst prognostiziert. Zudem beteiligt sich Alibaba mit einem Drittel an dem Partner Ant Financial. Ant Financial betreibt unter anderen den Online-Bezahldienstleister Alipay.

Von Oktober bis Ende Dezember schnellte der Umsatz von Alibaba um mehr als die Hälfte auf 83 Milliarden Yuan (umgerechnet 10,6 Milliarden Euro) nach oben. Die durchschnittliche Analystenschätzung wurde damit übertroffen. Unter dem Strich verdiente der das Unternehmen 23,3 Milliarden Yuan.

Alibaba profitiert wie Amazon vom boomenden Online-Shopping. Beide Unternehmen investieren zunehmend in neue Technologien, forcieren den Kundenservice und verknüpfen ihre Onlinemacht mit dem stationären Handel. In China wuchs die Anzahl der aktiven Kunden laut Alibaba im abgelaufenen Quartal auf 515 Millionen.

koe/dpa/dpa-afx/Reuters



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