Alphabet Google-Mutter steigert Umsatz und Gewinn deutlich

Damit hatten die Analysten nicht gerechnet: Der Umsatz von Alphabet ist im vergangenen Quartal um 20 Prozent gestiegen, der Gewinn um rund 27 Prozent. Hintergrund ist das gute Werbegeschäft von Google.

Alphabet in der Google-Suchmaske
REUTERS

Alphabet in der Google-Suchmaske


Die Stärke von Google im Internet-Geschäft hat dem Mutterkonzern Alphabet im vergangenen Quartal deutliche Zuwächse bei Umsatz und Gewinn beschert: Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um ein Fünftel auf 22,45 Milliarden Dollar, wie Alphabet nach US-Börsenschluss mitteilte. Der Gewinn stieg demnach um gut 27 Prozent auf 5,06 Milliarden Dollar. Die Zahlen lagen über den Erwartungen der Anleger - die Aktie legte nachbörslich zeitweise um 0,85 Prozent zu.

Die Werbeerlöse von Google bleiben dabei zentral für das gesamte Alphabet-Geschäft, sie stiegen um 18 Prozent auf 19,8 Milliarden Dollar. Google verdient nach wie vor das meiste Geld mit Klicks auf Anzeigen im Umfeld der Internet-Suche.

Dabei sinken jedoch die Erlöse pro Klick kontinuierlich mit der Verbreitung von Smartphones - weil für den Werbeplatz auf mobilen Geräten niedrigere Preise im üblichen Auktionsverfahren herauskommen. Google schafft es bisher stets, das mit einer höheren Klick-Zahl mehr als wettzumachen. Im vergangenen Quartal, das am 30. September endete, sank der durchschnittliche Erlöse pro Klick im Jahresvergleich um elf Prozent - aber die Zahl der Klicks stieg zugleich um ein Drittel.

Im gesamten Konzern bleibt es dabei, dass Google Chart zeigen mit dem Internet-Geschäft und dem Betriebssystem Android das Geld verdient, während der Rest von Alphabet Chart zeigen bei niedrigen Umsätzen hohe Kosten verursacht. Die Erlöse der anderen Bereiche außer Google legten im Jahresvergleich von 141 auf 197 Millionen Dollar zu. Sie verbuchten dabei einen operativen Verlust von 865 Millionen Dollar - das war immerhin eine Verbesserung im Vergleich zu den 980 Millionen Dollar des Vorjahres. Finanzchefin Ruth Porat kündigte wiederholt an, bei den Kosten in den anderen Geschäftsfeldern strenger zu werden.

Unter diesen Feldern sind einige, die noch kein Geschäft darstellen, etwa die Entwicklung von Software für selbstfahrende Autos oder von Lieferdrohnen. Zugleich gehören dazu aber auch solche, die schon am Markt sind, etwa der Heimvernetzer Nest oder Google Fiber, das Glasfaser-Anschlüsse vermarktet.

aar/dpa



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