Google-Mutter, Microsoft, Amazon, Intel US-Techfirmen steigern Gewinn deutlich

Das erste Quartal des Jahres war für vier große US-Techfirmen ein sehr erfolgreiches: Die Google-Mutter Alphabet, Microsoft, Amazon und Intel verzeichneten stark wachsende Gewinne.

Google-App auf Mobiltelefon
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Die US-Unternehmen Alphabet, Microsoft, Amazon und Intel haben ihre Zahlen für das erste Quartal 2017 vorgelegt - und dabei große Gewinnsprünge verkündet. Alphabet Chart zeigen profitierte vor allem vom boomenden Werbegeschäft von Google Chart zeigen. In den ersten drei Monaten des Jahres verdiente die Konzernmutter knapp 5,43 Milliarden Dollar - 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz wuchs um 22 Prozent auf 24,75 Milliarden Dollar. Googles Werbeerlöse machen weiterhin den Löwenanteil des Geschäfts aus. Sie stiegen binnen eines Jahres von 18 auf 21,4 Milliarden Dollar.

In den anderen Alphabet-Bereichen, zu denen zum Beispiel der Hausvernetzer Nest und die Roboterwagen-Firma Waymo gehören, kletterten die Umsätze im Jahresvergleich von 165 auf 244 Millionen Dollar. Zugleich stieg aber auch der operative Verlust von 774 auf 855 Millionen Dollar. Anleger zeigten sich zufrieden mit den Zahlen, die über den Erwartungen der Analysten ausfielen. Die Alphabet-Aktie legte am Donnerstag nachbörslich zeitweise um fast fünf Prozent zu.

Überraschend kräftig steigerte auch Amazon Chart zeigen seinen Gewinn zu Jahresbeginn. Der weltgrößte Onlinehändler profitierte vom anhaltenden Wachstum seines Cloud-Geschäfts und seiner Onlineverkäufe. Der Überschuss kletterte im ersten Quartal im Jahresvergleich um 41 Prozent auf 724 Millionen Dollar. Die Prognosen der Analysten wurden damit klar übertroffen. Die Erlöse stiegen um 23 Prozent auf 35,7 Milliarden Dollar und wuchsen damit ebenfalls stärker als erwartet. Für das laufende zweite Quartal stellte Amazon ein Umsatzwachstum zwischen 16 und 24 Prozent und einen operativen Gewinn zwischen 425 Millionen und 1,08 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Aktie legte nachbörslich zunächst um rund vier Prozent zu.

Software-Riese Microsoft Chart zeigen verbuchte ebenfalls dank seiner florierenden Cloud-Dienste zum Jahresauftakt deutliche Geschäftszuwächse. Im Jahresvergleich stieg der Überschuss im ersten Quartal um fast 30 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar. Die Erlöse wuchsen auf bereinigter Basis um sechs Prozent auf 23,6 Milliarden Dollar.

Microsofts Ergebnisse fielen aber einmal mehr gemischt aus: Während das Cloud-Geschäft boomt, brachen die Einnahmen in der klassischen PC-Sparte weiter weg. Am Markt kamen die Quartalszahlen zunächst nicht gut an - die Aktie fiel nachbörslich in einer ersten Reaktion um knapp zwei Prozent. Der Gewinn lag zwar über den Prognosen, beim Umsatz hatten Analysten aber mehr erwartet.

Der Chip-Hersteller Intel Chart zeigen profitierte vom Ende der rasanten Talfahrt am PC-Markt. Im ersten Quartal 2017 stieg der Umsatz im Jahresvergleich um acht Prozent auf rund 14,8 Milliarden Dollar. Der Gewinn sprang um 45 Prozent auf 2,96 Milliarden Dollar hoch. Nach einer steilen Talfahrt von um die zehn Prozent jährlich legte der PC-Markt im vergangenen Quartal nach Berechnungen einiger Marktforscher sogar wieder leicht zu. Die Anleger waren allerdings nicht beeindruckt und ließen die Intel-Aktie am Donnerstag nachbörslich zeitweise um rund vier Prozent fallen.

max/dpa/Reuters



insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
ojk 28.04.2017
1. natuerlich
wer im feld der ueberwachung taetig ist, macht immer mehr gewinne.
dbrown 28.04.2017
2. Ich würde auch nur Gewinne machen,
wenn ich keine Steuern zahlen würde!
wasistlosnix 28.04.2017
3. Ein Vorgriff auf Industrie 4.0
große Gewinne und im Verhältnis dazu wenig Arbeitsplätze.
hman2 28.04.2017
4.
Intel meldet im Q10 nach wie vor Verbindlichkeiten von 21 Mrd USD (sogar 1 Mrd mehr als im Vorjahr), vielleicht liegt's daran...
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