Sieg am Supreme Court Amazon muss US-Angestellte nicht für Sicherheitschecks bezahlen

Amazon gewinnt vor dem höchsten Gericht der Vereinigten Staaten: Der Supreme Court wertet Sicherheitskontrollen nach der Arbeit nicht als zu bezahlende Überstunden - die Wartezeiten sollen laut Klägern bei bis zu 25 Minuten liegen.

Amazon-Mitarbeiterin in den USA (Archivbild): Kontrollen sind keine Überstunden
AP/dpa

Amazon-Mitarbeiterin in den USA (Archivbild): Kontrollen sind keine Überstunden


Washington - Bemerkenswertes Urteil des Obersten US-Gerichtshofs: Der Onlinehändler Amazon muss Beschäftigen in den Vereinigten Staaten das Warten auf Sicherheitschecks nach der Arbeit nicht vergüten. Verzögerungen durch Kontrollen, die der Konzern seiner Belegschaft und Subunternehmern abverlangt, wertete der Supreme Court in einem einstimmigen Urteil nicht als zu bezahlende Überstunden.

Eine Entscheidung aus der Vorinstanz wurde damit überstimmt. Geklagt hatten zwei Beschäftigte einer Leiharbeitsfirma. Später schlossen sich Zehntausende Amazon-Angestellte an. Das Urteil betrifft die ganze US-Wirtschaft - Kontrollen sind bei vielen Firmen üblich, um Diebstahl zu verhindern. Auch gegen den Smartphone-Konzern Apple hat es schon Klagen nach dem Muster gegeben.

Bei Amazon sollen die Sicherheitschecks den Klägern zufolge mit Wartezeiten von bis zu 25 Minuten verbunden gewesen sein. Das Unternehmen behauptet, es seien in der Regel nicht mehr als 90 Sekunden gewesen. Die Richter beriefen sich in ihrer Urteilsbegründung auf ein arbeitgeberfreundliches Gesetz von 1947.

bos/dpa



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