Milliardenprojekt Amazon baut eigenen Flughafen

Der US-Onlineriese Amazon baut sich seinen eigenen Airport. Kostenpunkt: 1,5 Milliarden Dollar.

Künftig auf firmeneigenem Airport: Ein Flugzeug von Amazon
REUTERS

Künftig auf firmeneigenem Airport: Ein Flugzeug von Amazon


Das Unternehmen von Multimilliardär Jeff Bezos will sich offenbar zunehmend von anderen Firmen unabhängig machen und die komplette Wertschöpfungskette des Handelsgeschäfts im eigenen Hause abbilden.

Jüngster Plan: Im US-Bundesstaat Kentucky will Amazon für 1,5 Milliarden einen firmeneigenen Frachtflughafen bauen. Zu dem Zweck werde der Flughafen Cincinnati im Norden Kentuckys umgebaut, teilte der Konzern mit.

Zu den Kosten äußerte sich Amazon nicht, die örtliche Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft bezifferte die Investition auf 1,49 Milliarden Dollar.

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Nach Angaben des US-Tech-Blogs Recode hat Amazon bereits die Erlaubnis erhalten, auf dem Areal rund 360 Hektar Land zu pachten. Amazon kündigte an, es würden 2000 neue Jobs entstehen.

Damit macht der Internetriese den nächsten Schritt auf seinem Weg, unabhängiger von Zustelldiensten wie UPS oder FedEx und von traditionellen Postdienstleistern zu werden. Im vergangenen Jahr schloss Amazon bereits Verträge mit zwei Luftfrachtfirmen. Derzeit sind unter dem Namen Prime Air 16 Frachtflugzeuge für den Konzern im Einsatz, weitere 24 wurden von Amazon bereits geleast, so Recode.

Daneben investiert Amazon auch in eigene Lastwagen, um Waren zwischen verschiedenen Lagern in den USA hin und her zu bewegen. Außerdem bereitet der Konzern den Einstieg in den Frachttransport auf See vor.

ssu/chr/AFP



insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
gammoncrack 01.02.2017
1. Eigentlich hatte Amazon
geplant, auf den Flughafen Berlin-Brandenburg zurückzugreifen. Sie kamen aber zu dem Ergebnis, dass sie in Cincinnati früher fertig werden......
INGXXL 01.02.2017
2. Könnte man nicht J. Bezos
BER für 1 $ verkaufen. Dann wird er garantiert in einem Jahr fertig. Die bisher verantwortlichen könnten bei der Gepäckverladung helfen. Dafür reichen vielleicht die Management Kenntnisse aus. Wer Ironie entdeckt darf sie behalten
aurichter 01.02.2017
3. Mit der Strategie
ist ein Henry Ford auch schon einmal baden gegangen. Wann gründet Bezos sein eigenes Land Amazonien, mit eigenen Arbeitsrechten, eigenen Steuergesetzen etc, damit der Gewinn noch weiter maximiert werden kann? Trump mit seinen Steuerbefreiungsbuden könnte doch als Beispiel dienen.
joking_hazard 01.02.2017
4. Der wird bestimmt noch vor dem BER fertig...
Immerhin gehts hier um Konzerngewinne. Da wird natürlich nicht geschludert, sonst gibts Konventionalstrafe.
der_bulldozer 01.02.2017
5. Aber nicht doch
Zitat von INGXXLBER für 1 $ verkaufen. Dann wird er garantiert in einem Jahr fertig. Die bisher verantwortlichen könnten bei der Gepäckverladung helfen. Dafür reichen vielleicht die Management Kenntnisse aus. Wer Ironie entdeckt darf sie behalten
Mit einem Dollar ist der Flughafen total überbezahlt. Das wäre ein ganz schlechter Deal für Amazon.
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