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19. Dezember 2014, 19:22 Uhr

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Hälfte der Amazon-Lager soll bis Weihnachten bestreikt werden

Kurz vor Weihnachten erhöht die Gewerkschaft Ver.di den Druck: Amazon-Mitarbeiter haben angekündigt, ihren Streik auszuweiten. Sie wollen bis Heiligabend in jedem zweiten Lager in den Ausstand treten.

Bad Hersfeld - Für viele Amazon-Kunden ist die Bescherung an Heiligabend in Gefahr: Im Tarifstreit mit Amazon hat die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di ihre Streiks in der heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts erneut ausgeweitet. Die Mitarbeiter des Versandhändlers wollen nun Ver.di zufolge bis Heiligabend in vier von acht Lagern ihre Arbeit niederlegen.

Betroffen sind die Amazon-Standorte im bayerischen Graben, im hessischen Bad Hersfeld, in Leipzig und im nordrhein-westfälischen Rheinberg. Der Ausstand soll bis zum 24. Dezember um 15.00 Uhr dauern. In einer früheren Ankündigung hieß es noch, dass der Streik über Samstag hinaus bis kommenden Mittwoch lediglich an einem Standort verlängert würde.

Nach eigenen Angaben reichte Ver.di zudem Klage gegen Amazon an zwei Verwaltungsgerichten ein. Damit solle die bewilligte Sonntagsarbeit am kommenden Wochenende an den Standorten Bad Hersfeld und Leipzig verhindert werden.

Am Freitag nahmen der Gewerkschaft zufolge rund 2400 Beschäftigte an deutschlandweiten Kundgebungen teil. Ver.di will einen Tarifvertrag zu den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Amazon lehnt das strikt ab. Der US-Konzern sieht sich selbst als Logistiker. Die Bezahlung der Mitarbeiter in den neun deutschen Versandlagern liege am oberen Ende dessen, was in der Logistikbranche üblich sei. Eine Einigung ist nicht in Sicht - Ver.di ruft schon seit 2013 immer wieder zu Ausständen auf.

daf/AFP/dpa/Reuters

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