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Alternative zur Post: Amazon plant eigene Packstationen

Der Handelsriese Amazon ist abhängig von Post und anderen Zustellern - anders kommen die Pakete beim Kunden nicht an. Das soll sich ändern: Das US-Unternehmen plant laut einem Zeitungsbericht vollautomatische Packstationen in Europa.

Amazon-Logistikzentrum: Unabhängiger von anderen Zustellern Zur Großansicht
DPA

Amazon-Logistikzentrum: Unabhängiger von anderen Zustellern

Ein eigenes Zustellzentrum betreibt Amazon in der Nähe von München bereits. Nun baut das Unternehmen seine Logistikstruktur offenbar noch weiter aus. Der Internethändler plane in Europas Großstädten vollautomatische Packstationen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Demnach ist das Projekt "Amazon Locker" ein indirekter Angriff auf die Deutsche Post. Bislang werden Pakete für Kunden in den Packstationen der Post hinterlegt. Aus Sicht des Unternehmens entwickle sich Amazon immer mehr vom treuen Großkunden zum gefährlichen Konkurrenten, schreibt das Blatt.

Amazon bestätigte der Zeitung zufolge die Pläne nicht, auch die Post kommentierte die drohende Konkurrenz nicht. Aber in Stellenanzeigen suche der Konzern diverse Manager für die Standorte in München, Paris und Luxemburg, die das Packstation-System aufbauen sollen.

"Amazon Locker" existiert bereits in den USA und Großbritannien, dort sind in zahlreichen Städten Packstationen in Betrieb. Sie stehen auf öffentlichen Plätzen, in Einkaufszentren oder Supermärkten, in Drogerien, Metzgereien und Bibliotheken. Wann und in welchen Städten Amazon die ersten Packstationen in Deutschland errichtet, sei noch offen, hieß es.

Der Internethändler hatte im Herbst vergangenen Jahres in Olching bei München ein eigenes Verteilzentrum aufgebaut. Dort sollen Bestellungen aus München komplett ohne Paketzusteller wie DHL oder Hermes bearbeitet werden. Auch in den USA setzt Amazon auf mehr Unabhängigkeit im Logistikbereich: Berichten zufolge plant das Unternehmen dort eigene Fahrer zu beschäftigen.

brk/Reuters

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insgesamt 28 Beiträge
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1. Muss ich Mitleid haben?
tommy_lee 19.02.2016
Das hat die OTTO-Group doch bereits selber mit der Gründung des Hermes Versandes gemacht. Mal ganz ehrlich! Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber bei dem lausigen Service, den die Post /DHL bietet, kann ich Amazon verstehen. Ich erhalte regelmäßig Pakete. Der Anteil von DHL liegt bei ~50%, Hermes ~40%, Andere (GLS,UPS, TNT) ~10%. Alle Fehler/Verluste sind ausschließlich mit DHL passiert und zwar bei ~ 7-10% aller Lieferungen. Das ist katastrophal!! Dazu noch der miese Callcenterservice, wenn man denn mal die Nummer auf der Website gefunden hat, mit Telefonvorauswahl, und völlig inkompetenten und hilflosen Mitarbeitern, die einem lediglich den selben Sch...ß wie auf der automatisierten Reklamationsroutine der Website erzählen können. Man merkt bestimmt, dass ich gerade Frust habe, das liegt vermutlich daran, dass DHL gerade wieder eine Zulieferung für mich verloren hat. Was mir wieder einen Haufen Ärger und Rennerei beschert. Ich persönlich versende ausschließlich mit Hermes. Die sind billiger, zwar nicht wesentlich, aber ich erhalte eine Trackingnummer für alles, auch für Päckchen und zudem sind sie auch noch versichert und die Fehlerquote liegt bisher bei 0%!
2. Packstationen?
fatherted98 19.02.2016
....ähm...das heißt dann wohl für den Kunden eine mail bekommen, zur Packstation pilgern die irgendwo steht wo es keine Parkplätze gibt und sich das Paket selbst abholen....Versand mit DHL oder anderen Paketdiensten wird dann sicher kostenpflichtig....guter Service sieht anders aus.
3.
jocelynn 19.02.2016
durchaus sinnvoll, wenn ich dann auch große/größere pakete an diese packstationen liefern lassen kann. das geht bei der post nämlich nicht, sodass ich z.B. jacken immer zu mir nach hause zustellen lassen muss (und dementsprechend entweder auf nachbarn angewiesen bin oder so bestellen muss, dass es am samstag bei mir ankommt).
4.
epicur 19.02.2016
Man kann davon ausgehen, dass Amazonas, das besser hinkriegt als DHL.
5. Arbeitsplatz-Vernichtungszentren
ihawk 19.02.2016
Um billiger als die Konkurrenz zu sein, muss man automatisieren - in diesem Fall wird der Versand zu Lasten der Kunden automatisiert. Da stellen sich zwei Fragen: A) Muss der Kunde es hinnehmen zu einem Packzentrum zu fahren? B) Welcher Arbeitslose kann es sich noch leisten zu konsumieren?
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