US-Medienbericht Amazon plant offenbar eigene Kliniken für Mitarbeiter

Der US-Onlinehändler Amazon will einem Bericht zufolge die Kosten für die Gesundheitsversorgung seiner Mitarbeiter senken - und dafür in der Zentrale in Seattle eigene Ärzte anstellen.

Amazon-Chef Jeff Bezos
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Amazon-Chef Jeff Bezos


Amazon erwägt einem Medienbericht zufolge, eigene Kliniken für seine Mitarbeiter zu eröffnen. Unternehmenschef Jeff Bezos diskutiere den Aufbau medizinischer Grundversorgungsstellen am Hauptsitz in Seattle, berichtete der US-Sender CNBC und berief sich dabei auf zwei eingeweihte Quellen. Sie wollen demnach namentlich nicht genannt werden, da der Plan vertraulich sei. Amazon selbst wollte sich laut CNBC nicht dazu äußern.

Es handelt sich den zitierten Kreisen zufolge um ein Pilot-Projekt, für das zunächst eine kleine Anzahl an Ärzten für eine ausgewählte Gruppe von Mitarbeitern angeheuert werden solle. Anfang 2019 könne der Service dann ausgeweitet werden. Nach Verhandlungen mit externen Anbietern sei entschieden worden, selbst tätig zu werden. Amazon würde damit dem Beispiel des iPhone-Herstellers Apple folgen.

Anfang des Jahres hatte Amazon bereits ein Gemeinschaftsprojekt mit der Großbank JPMorgan Chase und Starinvestor Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway angekündigt, um Wege zu finden, die Gesundheitskosten für die Mitarbeiter zu senken. Das US-Gesundheitssystem leidet unter hohen Versicherungskosten und gilt als eines der ineffizientesten weltweit.

aar/dpa



insgesamt 18 Beiträge
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magra_de 10.08.2018
1. Bmw
Was ist jetzt daran besonderes , dass macht BMW in den USA schon seit 25 Jahren. Ärzte , eigenen Physiotherapie, Zahnarzt und Optiker . Also meines Erachtens keine besondere Würdigung wert für Amazon.
singularitaet 10.08.2018
2. Senkung der Krankheitskosten oder Kontrolle der Mitarbeiter
Zynisch gesehen haben Bezos bzw. Amazon i.d.R. mehr ihr eigenes Wohl als das ihrer Mitarbeiter im Blick. Daher fürchte ich, dass dieses Vorhaben eher dazu dient, auch an der Erkrankung der eigenen Mitarbeiter noch verdienen bzw. deren Gesundung besser überwachen zu können. Ob die Mitarbeiter dadurch mehr Geld in der Tasche haben würden, erschließt sich aus dem Artikel nicht wirklich. Eventuell testet Bezos damit auch, ob Amazon ins Gesundheitsgeschäft einsteigen sollte.
Actionscript 10.08.2018
3. Keine gute Idee
Es ist klar, dass dies von den Republikanern verursacht wird, da die für die hohen Kosten verantwortlich sind. Denn weil grosse Firmen wie Amazon sich solch einen Service erlauben können, wird dies nicht für die meisten Firmen und kleinen Businesses möglich sein. Dieser Schritt macht nur die Republikaner zufrieden, die alles privatisieren wollen und die die Einzelperson wenig kümmert. Es wird Zeit, dass die Republikaner die Führung in Senat und Kongress verlieren und dass Trump von einem Demokraten abgelöst wird, sodass endlich vernünftige Politik gemacht werden kann.
Urali 10.08.2018
4.
Der US-Onlinehändler Amazon will einem Bericht zufolge die Kosten für die Gesundheitsversorgung seiner Mitarbeiter senken - und dafür in der Zentrale in Seattle eigene Ärzte anstellen. ... Diese werden selbstverständlich aus Gründen der Vorsorge, jede Erkrankung dem Arbeitgeber melden? ... Nur das Behandeln, was für die Ausführung der Arbeit dient oder die Produktivität weiter erhöht?
susuki 10.08.2018
5.
Eine ärztliche Konsultation nach einer Schwellung bei einem Mückenstich. 280 Dollar. Ganz egal was Amazon macht. Es wird besser. Zwei Freunde bleiben bei einem ungeliebten Arbeitgeber wegen der im Arbeitsvertrag festgesetzten Krankenversicherung... Ganz egal was Amazon macht. Es wird besser. Solange die Republikaner mit libertären Ideen flirten ist eine staatliche Grundversorgung im Gesundheitswesen unmöglich. Medicare und Medicaid sind durch die Republikaner schon fast zerstört.
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