Logistik Amazon steigt ins Seefracht-Geschäft ein

Ein Online-Versandhändler wird zum Seefracht-Dienstleiter: Amazon China darf künftig Waren auf dem Seeweg transportieren lassen. Eigene Schiffe kann das Unternehmen jedoch nicht losschicken.

Amazon-Verpackung: Neues Angebot ist interessant für chinesische Firmen
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Amazon-Verpackung: Neues Angebot ist interessant für chinesische Firmen


Amazon baut seine Beteiligung an Logistikgeschäften aus. Die chinesische Zweigstelle des Unternehmens hat eine Lizenz als Seefracht-Dienstleister erhalten. Das teilte die US-Seefrachtbehörde mit.

Eigene Transportschiffe darf Amazon mit dieser Erlaubnis zwar nicht auf See schicken. Jedoch kann das Unternehmen nun Ladekapazitäten kaufen und so auch für andere Unternehmen den Warentransport abwickeln.

Dem US-Branchendienst FlexPort zufolge dürfte das neue Angebot von Amazon vor allem für chinesische Unternehmen interessant sein. Diese könnten auf dem Weg Zugang zur großen Kundendatenbank des US-Unternehmens erhalten.

Für US-Unternehmen ist das Angebot hingegen nicht so attraktiv. Überließen diese Amazon den Transport ihrer Produkte, hätte der Onlinehändler gleichzeitig Zugriff auf die Namen der Produzenten und die von Importeuren gezahlten Preise. Diese Daten seien "zu vertraulich", um sie der Konkurrenz zu überlassen, schreibt FlexPort.

brk/AFP/Reuters



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insgesamt 2 Beiträge
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see_baer 16.01.2016
1. Die Marktmacht dieser Konzerne ist problematisch
Ich fordere alle Konsumenten auf, darüber nachzudenken, was passiert wenn Amazon alle Konkurrenten geschluckt oder ruiniert hat.
Das Pferd 17.01.2016
2.
Zitat von see_baerIch fordere alle Konsumenten auf, darüber nachzudenken, was passiert wenn Amazon alle Konkurrenten geschluckt oder ruiniert hat.
Ob das fruchtet? Aber prinzipiell ist es natürlich gut, wenn sich Menschen ihres Versandes bedienen.
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