Brief von Firmenchef Bezos Amazon knackt 100-Millionen-Marke bei Prime-Abos

Zum ersten Mal hat Amazon konkrete Angaben zu seinen Prime-Mitgliedschaften gemacht: Laut Jeff Bezos zahlen inzwischen weltweit mehr als 100 Millionen Menschen für den Abo-Service des Unternehmens.

Jeff Bezos (Archivbild)
AFP

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Der US-Versandhändler Amazon hat weltweit inzwischen mehr als 100 Millionen zahlende Kunden für seinen Abo-Service Prime. Das teilte Konzernchef Jeff Bezos am Mittwoch in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre mit. Es ist das erste Mal, dass Amazon selbst konkrete Angaben zu den Prime-Mitgliedschaften macht.

Der vor 13 Jahren gestartete Service ist für das Unternehmen ein wichtiges Element zur Kundenbindung. Das Abo beinhaltet unter anderem eine Versandkosten-Flatrate sowie den kostenlosen Zugang zu ausgewählten Filmen und Serien ("Prime Video") und Musikstücken "(Prime Music").

2017 wurden laut Amazon Chart zeigen weltweit mehr als fünf Milliarden Shopping-Artikel über Prime verschickt, es kamen so viele Kunden hinzu wie in keinem Jahr zuvor. Das starke Wachstum hatte sich bereits im jüngsten Geschäftsbericht niedergeschlagen - im vierten Quartal legten die Erlöse aus Prime-Abogebühren demzufolge im Jahresvergleich um 49 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar zu, das sind derzeit umgerechnet etwa 2,6 Milliarden Euro.

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aar/dpa

insgesamt 17 Beiträge
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d.oldendorf 19.04.2018
1. Schade
... dass so wenige Menschen wissen (oder wissen wollen), wie sehr solche Krakenfirmen negativ in die Struktur des Wirtschaftsbereichs «Handel» eingreifen. Immer neue Zuckerstücke werden für die Kunden ausgelegt, um die Konkurrenten der Plätze 2 bis X auszuschalten, und «Prime» ist eins davon. Der stationäre Handel ist ja ohnehin nur bei bestimmten Produkten zu retten, aber alle Marktmacht bei einem Versandunternehmen ist das ultimative Elend nicht nur für alle Wettbewerber – auf lange Sicht auch wiederum für die ausgelieferten Kunden selbst. Wer jemals versucht hat, ohne Zurücksenden der Ware ein Problem mit amazon zu lösen (fehlende Rechnungsbelege, Zolldokumente o.ä.), weiss, wovon ich spreche ...
touri 19.04.2018
2.
Da läuft (oder lief) auch gerade eine große Werbeaktion, bei der man als Amazon Prime Nutzer Bits (quasi eine digitale Währung) verbilligt einkaufen kann, ich glaub es sind 1 (bzw. 1.50 €) $ für 500 Bits und 100 Bits sind in Echtgeld 1 $ Wert. Da wundert es mich nicht, dass die Abo Zahlen noch einmal kräftig angezogen haben!
stiller_denker 19.04.2018
3. Monopol fördern - die Abrechnung kommt noch
Wie kann man nur dieses Monopol aufgrund eigener Bequemlichkeit immer weiter fördern? Auch ich kaufe gelegentlich online, aber grundsätzlich bei kleineren Shops, die meistens sogar günstiger sind. Ich möchte auch noch in 5 Jahren gemütlich in Innenstädten mit individuellen "Einzelhändlern" kaufen. Vor 18 Jahren hatte ich Aachen als meine Einkaufsstadt entdeckt, da es dort damals als letzte Großstadt noch keinerlei Einkaufszentrum gab, dafür aber einen ungeheuer lebendigen und vielseitigen Einzelhandel. Mittlerweile stelle ich fest, daß ich immer weniger für "Impulskäufe" ausgebe, da mir einkaufen in diesen immer gleichen Ketten-Geschäften keinen Spaß mehr macht. Die Abrechnung wird bald kommen, wenn die Innenstädte leer stehen und Amazon die Preise erhöhen wird.
ursti 19.04.2018
4. Ganz tolle Sache!
Derweil werden Amazon-Lagerbeschäftigte derart gefordert, daß sie in Urinflaschen pinkeln müssen, damit sie ihre forgeschriebenen Leistungsziele erreichen! Der Weg zur Toilette wäre zu zeitaufwendig. Tolle Firma! vgl. http://nordic.businessinsider.com/amazon-warehouse-workers-have-to-pee-into-bottles-2018-4?r=UK&IR=T
touri 19.04.2018
5.
Da läuft (oder lief) auch gerade eine große Werbeaktion, bei der man als Amazon Prime Nutzer Bits (quasi eine digitale Währung) verbilligt einkaufen kann, ich glaub es sind 1 (bzw. 1.50 €) $ für 500 Bits und 100 Bits sind in Echtgeld 1 $ Wert. Da wundert es mich nicht, dass die Abo Zahlen noch einmal kräftig angezogen haben!
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