Whole-Foods-Übernahme Amazon verschärft Lebensmittel-Preiskampf in den USA

Am Montag übernimmt Amazon die US-Biokette Whole Foods und hat vorab die Preissenkung zahlreicher Bioprodukte angekündigt. Die Aktien der Konkurrenz brachen ein.

Whole Foods Filiale in Colorado
REUTERS

Whole Foods Filiale in Colorado


Amazon treibt mit der Übernahme der US-Biokette Whole Foods den Preiskampf in der US-Lebensmittelbranche voran. Der Onlinehändler kündigte eine Preissenkung verschiedener Bioprodukte an. "Wir sind entschlossen, gesunde Bioprodukte anzubieten, die sich jeder leisten kann", sagte Amazon-Vorstand Jeff Wilke. Die Preissenkung umfasse Produkte von Rindfleisch bis hin zu Bananen.

Mit der Ankündigung schickte Amazon die Aktien der Konkurrenz auf Talfahrt. Die Papiere des weltweit größten Einzelhändlers Wal-Mart verloren zwei Prozent, die von Kroger - dem größten Betreiber von Supermärkten in den USA - sogar acht Prozent. Analysten erwarten nun, dass es zu einem Preiskampf auf dem US-Lebensmittelmarkt kommt.

Amazon übernimmt Whole Foods für 13,7 Milliarden Dollar, nach jüngsten Zahlen betreibt der Konzern derzeit 461 Supermärkte, 95 Prozent davon in den USA. Am Donnerstag erhielt der Onlinekonzern grünes Licht von den US-Behörden. Der Zusammenschluss tritt am Montag in Kraft.

Unterdessen hat sich US-Handelsriese Wal-Mart mit Google verbündet. Ab Ende September will Wal-Mart mit Google zusammenarbeiten, dann könnten über den Sprachassistenten von Google Hunderttausende Artikel bestellt werden.

Wal-Mart versuchte zuletzt mit einiger Verspätung, seinen Anteil am boomenden Onlinehandel auszubauen. Erst im Juni kündigte Wal-Mart an, im Kampf gegen Amazon die Lieferung von Lebensmitteln und anderen Waren durch die eigenen Mitarbeiter zu testen. Sie sollten nach Feierabend auf ihrem Nachhauseweg die online bestellten Produkte zu den Kunden bringen.

hej/Reuters



insgesamt 32 Beiträge
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korkdude 25.08.2017
1. Ausbeutung par excellence
"Sie sollten nach Feierabend auf ihrem Nachhauseweg die online bestellten Produkte zu den Kunden bringen." Bei Wal-Mart (nicht Amazon!) darf (soll?) man nach Arbeitsschluss : - Lieferungen zu stellen - Mit dem eigenen Wagen WOW! Nicht nur wird man verpflichtet nach dem Ende der Arbeitszeit zu arbeiten, nein man muss auch noch die eigenen Ressourcen dafür verwenden. aber -ja klar- machen die ja alle freiwillig.Alles halb so wild, die identifizieren sich ja total mit dem AG. Oder bekommen die einen pink slip wenn sie es nicht tun ???? Brave new world
dbrown 25.08.2017
2. Walmart
ist ja schon lange tabu, aber ab Montag wird leider auch Whole Foods dazugehören. Sehr schade, aber dieser Glatzkopf bekommt keinen Cent von mir.
super-m 25.08.2017
3.
Walmart ist wirklich genial. Die bestellten Produkte auf dem Nachhauseweg zum Kunden bringen, das klingt wahrlich nicht nach Improvisation.
super-m 25.08.2017
4.
Walmart ist wirklich genial. Die bestellten Produkte auf dem Nachhauseweg zum Kunden bringen, das klingt wahrlich nicht nach Improvisation.
Nordstadtbewohner 25.08.2017
5. Zum Vorteil aller Kunden
"Wir sind entschlossen, gesunde Bioprodukte anzubieten, die sich jeder leisten kann", sagte Amazon-Vorstand Jeff Wilke." Für die Verbraucher ist die Übernahme von Whole Foods durch Amazon ein Segen. So können sich auch weniger zahlungskräftige Kunden gesunde Bioprodukte leisten. Lebensmittel müssen nicht teurer sein als unbedingt notwendig. Die Übernahme ist wie die Expansion deutscher Lebensmitteleinzelhändler in Großbritannien. Dort sind seitdem die Preise gefallen und das Qualitäts- und Angebotsniveau gestiegen. Und das zum Wohle des Kunden. Für mich ist Amazon ein Erfolgsunternehmen, wie es das leider noch nicht in Deutschland gibt.
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