Mitten im Sommer Amazon bereitet sich auf Weihnachtsgeschäft vor

Die Weihnachtszeit gilt als Hochsaison für den Onlinehandel. Mitten im Sommer werden in den Logistikzentren von Amazon deshalb bereits Vorbereitungen getroffen.

Amazon-Mitarbeiter im Versandzentrum Werne
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Amazon-Mitarbeiter im Versandzentrum Werne


Der US-Onlinehändler Amazon hat in seinem Logistikzentrum in Koblenz bereits mit den Weihnachtsvorbereitungen begonnen. Die Belegschaft soll in dieser Zeit fast verdoppelt werden, teilte Standortleiter Nikolai Lisac mit. Zu den regulären rund 1900 Beschäftigten sollen demnach bis zu 1500 Weihnachtsaushilfen dazukommen.

Der Marktführer Amazon Chart zeigen beherrscht fast die Hälfte des deutschen Onlinehandels. Laut einer Studie des Handelsverbands Deutschland (HDE) entfielen im Jahr 2017 etwa 46 Prozent des bundesweiten E-Commerce-Umsatzes auf die deutsche Tochter des US-Konzerns.

Um sich gegen den weihnachtlichen Kaufrausch zu wappnen, werde das Lager in Koblenz zudem vergrößert. Die Zahl der eingelagerten Artikel steige von normalerweise acht bis neun Millionen Euro im Weihnachtsgeschäft auf elf bis zwölf Millionen. Das 2012 eröffnete Zentrum hat mit 110.000 Quadratmetern eine Fläche von 15 Fußballfeldern.

Ebenfalls in den Weihnachtsvorbereitungen befindet sich der Amazon-Standort Frankenthal. In dem brandneuen Logistik-Haus, das rund 88.000 Quadratmeter groß ist, arbeite man mit Transportrobotern und beweglichen Regalen. "Damit entfallen Laufwege, und wir können mehr Waren auf weniger Raum lagern", sagte Amazon-Sprecher Thorsten Schwindhammer. Jobs gingen dadurch nicht verloren.

Angesichts des langjährigen Tarifkonflikts äußerte die Gewerkschaft Ver.di Zweifel. "Auch wir wollen Schwerarbeit Maschinen überlassen, sehen aber auch den Trend, Personal einzusparen", sagte Gewerkschaftssprecher Günter Isemeyer.

kmy/AFX



insgesamt 7 Beiträge
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Der Sheldon 17.08.2018
1. Da ich mit meinem Diesel...
ja bald nicht mehr in die nächste Grossstadt fahren kann, bleibt nur das Internet, muss aber nicht immer auch Amazon sein. Mit Öffis zu fahren ist zu teuer und zu unbequem, wenn man eine etwas größere Anschaffung hat.
Kamillo 17.08.2018
2.
Was ist daran neues? Ich bin mir fast sicher, dass wenn ich morgen einkaufen gehe, dass da im Supermarkt schon die ersten Schokoladen-Nikoläuse und Christstollen stehen. Wenn nicht dieses Wochenende, dann mit fast an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nächste Woche. So war es die letzten Jahre jetzt schon immer. Daran wird sich auch dieses Mal nichts ändern. Ich frage mich immer nur, wer kauft das Zeugs schon jetzt? Von mir wird das bis 1. Advent komplett ignoriert.
derBob 17.08.2018
3. Im Gegensatz zum stationären Handel...
..., der tatsächlich teilweise sehr clever ausgeklügelte Kundenabwehrmechanismen hat, wird Amazon sich wohl eher den weihnachtlichen Kaufrausch wappnen und nicht .
bronck 17.08.2018
4. @Kamillo
Insbesondere der von mir geliebte Lebkuchen schmeckt mir frisch am besten. Wenn er dann kurz vor Weihnachten schon Monate "auf dem Buckel" hat, dann mag ich ihn eigentlich nicht mehr. Ich bin also einer dieser Barbaren, die im September schon Lebkuchen mümmeln.
ichliebeeuchdochalle 17.08.2018
5.
Prima, dann habe ich ja gestern geholfen, das Lager ordentlich aufzufüllen ... mit neun Kopfhörern, die ich kostenlos ausprobiert habe ... wie schon die rund 30 Kopfhörer zuvor in den letzten vier Monaten. Und die mögen mich nach wie vor ... denn sie schreiben mir jeden Tag, daß sie noch weitere Vorschläge für mich haben. Ich will aber nicht verschweigen, daß sie mir auch schon zwei Mal geschrieben haben, daß die hohe Anzahl an Rücksendungen ja eventuell an einer gewissen Unzufriedenheit liegen könnte, die sie zu vertreten haben. Und ... halten Euch fest, liebe Foristen ... sie haben geschrieben, daß diese email-Adresse eine ist, die man für eine Rückantwort benutzen kann. Dabei reden die doch eigentlich so unglaublich ungern mit ihren Kunden. Hey Leute, im Gegenteil, ... gut, es ist etwas lästig, daß ich das Zeuch dauernd selbst bestellen muß und innerhalb von vier Wochen zur Post bringen muß. Besser wäre es natürlich, wenn man für mich eine Art Dauerauftrag einrichten würde ... sagen wir ... monatlich absteigend die 30 teuersten Kopfhörer frei Haus liefern und auch wieder abholen. Und im nächsten Monat dann 31 bis 60 und so weiter. Und am Jahresende könnte ich dann auf Smartphones oder Flachbild-TV oder so was umstellen. Ich traue mich aber nicht, denen das zu schreiben ... am Ende beenden die diese "Quasi-Liebesbeziehung". Und wer will schon von so lieben Freunden einen "Korb bekommen"? Ach war das früher blöd ... da bin ich dann zu Internet-Treffen mit anderen Kopfhörer-Freunden gefahren, habe meine selbst zum Testen zur Verfügung gestellt (und zu Hause erst einmal meine Kopfhörer vom Ohrenschmalz von 30 oder mehr Leuten gereinigt), und die von den anderen ausprobiert. Und noch einen Service finde ich super von denen: Gefällt mir ein Kopfhörer nach ausführlichem Probehören, schicke ich ihn zurück, kriege das volle Geld zurück und kaufe das Modell dann bei dem anderen Laden in Asien zum halben Preis. Und ich kreische bei jedem Paketboten-Klingeln vor Glück wie die Mädels bei dem Online-Schuh-Laden.
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