Deal mit Supermarkt-Kette Amazon will erstmals in Europa frische Lebensmittel liefern

Der weltgrößte Onlinehändler bietet bald auch in Europa frische Lebensmittel an. In Großbritannien verbündet sich Amazon mit einer Supermarktkette - und schmiedet schon weitere Pläne.

Amazon-Fresh-Trucks in Kalifornien
AFP

Amazon-Fresh-Trucks in Kalifornien


"The Everything Store" heißt das bekannteste Buch über Amazon. Kernthese: Konzernchef Jeff Bezos arbeitet Produkt für Produkt daran, sein Unternehmen zum Ziel für alle Onlineshopper zu machen.

In Großbritannien will Amazon Chart zeigen nun Lebensmittel ausliefern. Der weltgrößte Online-Händler hat eine Allianz mit Großbritanniens viertgrößter Supermarktkette Morrison's geschlossen, um in den kommenden Monaten Kunden seiner Abo-Programme Amazon Prime und Pantry mit frischen und gefrorenen Lebensmitteln zu beliefern.

Die Briten gelten beim Lebensmittel-Einkauf als besonders online-affin und ihr Land deshalb als gutes Feld zum Ausprobieren. Aldi startete dort bereits im vergangenen Jahr einen Onlineshop.

Handelsexperten erwarten, dass Amazon sein Fresh-Programm noch in diesem Jahr in Großbritannien starten könnte. Bisher gibt es das Modell nur in einigen US-Großstädten. Dabei können Kunden aus mehr als 20.000 gekühlten, gefrorenen und verderblichen Produkten wählen, ausgeliefert werden sie von Amazons eigenen, grünen Trucks.

Für Morrison's ist die Zusammenarbeit mit Amazon auch ein Risiko. Wegen des harten Wettbewerbs auf dem britischen Lebensmittelmarkt sind die Margen gering. Die Handelskette droht, mit Amazon einen neuen Konkurrenten heranzuzüchten.

Der Morrisson's-Chef sieht das anders: "Die Kombination unserer Erfahrung mit frischen Lebensmitteln und Amazons Online- und Logistikfähigkeiten ist überzeugend", sagt David Potts. Man gehe ein geringes Risiko ein.

Online-Supermarkt-Test

ade/Reuters



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insgesamt 38 Beiträge
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Bürger Icks 29.02.2016
1. Trotzdem lieber im Laden einkaufen...
...denn das geht wohl um einiges schneller und ich kann die Ware, die ich kaufen soll und später essen muss, auch vorher anschauen!
kivaio 29.02.2016
2. Ein Trauerspiel,
dass erst wieder ein US Riese kommen muss um dieses Konzept wirklich durchzusetzen. Da pennen die etablierten und am Ende ist das geheule gross wenn die Milliardengewinne sinken. Das ist das Ergebnis wenn alte sture Männer Konzerne leiten. Komisch, dass alle Unternehmen, die durchstarten von jungen Menschen mit Ideen geleitet werden. Mut zahlt sich aus.
g_bec 29.02.2016
3. Neulich am Briefkasten:
"Lieber Kunde, leider haben wir Sie nicht angetroffen, Ihre Sendung wurde bei Ihrem Nachbarn abgegeben." Und der war erst wieder am nächsten Morgen zu Hause und das frische Rinderfilet im Karton hatte sich auf der Fußbodenheizung des Nachbarn mit einem weißen Pferd gepaart;-)
eckawol 29.02.2016
4. Der Verdrängungswettbewerb geht weiter
Dies werden auch die Verbraucher spüren, die aus Bequemlichkeit heute nur noch on-line bestellen und kaufen . Eines Tages wird es nur noch den on-line-shop geben und der Verbraucher sieht sich somit einem Monopol ausgesetzt: d.h. keine Auswahl mehr im Wettbewerb.
schgucke 29.02.2016
5.
Zitat von g_bec"Lieber Kunde, leider haben wir Sie nicht angetroffen, Ihre Sendung wurde bei Ihrem Nachbarn abgegeben." Und der war erst wieder am nächsten Morgen zu Hause und das frische Rinderfilet im Karton hatte sich auf der Fußbodenheizung des Nachbarn mit einem weißen Pferd gepaart;-)
:-D oder am Freitag nach Feierabend folgenden Zettel vorfinden: "abzuholen in Ihrer Filiale in der Ehzuweitwegstraße [ ] von ... bis [x] aber nicht heute" oder wie meist gar keine Benachrichtigung zu bekommen. schlecht wäre auch, sowas aufs Grundstück gelegt zu bekommen. bei genug Ungestörtheit ist es dann für die Katz.
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