AMR und US Airways: US-Konzerne wollen größte Airline der Welt schmieden
Ein neuer Gigant der Lüfte soll entstehen: Laut "Wall Street Journal" wollen die US-Konzerne AMR und US Airways zur größten Fluglinie der Welt verschmelzen. Für das insolvente Unternehmen AMR wäre die Fusion ein Turbostart von null auf hundert.
Hamburg - Der Luftfahrtkonzern AMR will sich mit einer Mega-Fusion aus der Insolvenz befreien - und direkt zum Weltmarktführer aufsteigen. Das berichtet das "Wall Street Journal".
Fusionspartner sei US Airways, eine Tochtergesellschaft von America West und bereits jetzt eine der größten Fluggesellschaften der Welt. AMR ist unter anderem der Mutterkonzern der berühmten Fluglinie American Airlines. Das Unternehmen hat 2011 Insolvenz nach Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts angemeldet.
Die Marktkapitalisierung des neuen Luftfahrt-Giganten soll bei rund zehn Milliarden Dollar liegen. Die Verhandlungen zu dem Deal befänden sich bereits im fortgeschrittenen Stadium, hieß es. Das Geschäft würde bereits zwischen AMR-Chef Tom Horton und US-Airways-Chef Doug Parker sowie einigen Beratern besprochen. Es gebe viel Zuspruch für eine mögliche Fusion, sowohl unter den Chefs als auch unter einflussreichen Kreditgebern von AMR. Die Fusion würde als Restrukturierungsplan durchgeführt, der AMR aus der Insolvenz nach Chapter 11 führe.
Gelingt die Fusion, dürfte die Fluglinie den Namen von AMR tragen und auch den Firmensitz des Konzerns in Fort Worth beibehalten, berichtet das "Journal". Die Kreditgeber von AMR sollen rund 72 Prozent der Firmenanteile bekommen, die Aktionäre von US Airways gut 28 Prozent. Beide Konzerne erhoffen sich erhebliche Kostenersparnisse, unter anderem durch Zusammenlegungen in der Verwaltung.
Wichtige Abkommen wie die Verteilung der Eigentümeranteile und Sitze im Verwaltungsrat seien noch nicht geklärt. Zudem habe AMR parallel erwogen, als unabhängiges Unternehmen aus der Insolvenz zurückzukehren. Der Deal könne also noch scheitern. Insgesamt dürfte es noch einige Wochen dauern, ehe eine abschließende Übereinkunft gefunden sei.
ssu
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