Spanische Großbank Ana Botín wird neue Chefin der Banco Santander 

Die größte Bank der Eurozone hat eine neue Führung: Nach dem Tod des Präsidenten Emilio Botín hat Spaniens Banco Santander dessen Tochter Ana zu seiner Nachfolgerin gewählt.

Ana Patricia Botín: Einstimmig gewählt
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Ana Patricia Botín: Einstimmig gewählt


Madrid - Der Chefsessel der Banco Santander bleibt in Spaniens bekanntester Bankiersfamilie. Neue Vorsitzende wird Ana Patricia Botín, Tochter des verstorbenen Präsidenten Emilio Botín.

Der Verwaltungsrat segnete die Personalie einstimmig ab, wie die Bank mitteilte. Angesichts ihrer bisherigen Leistungen und Erfahrungen sei die Tochter Botíns die am besten geeignete Person für die Position, teilte das Gremium mit.

Gut auf den Job vorbereitet ist die 54-Jährige auf jeden Fall: Sie studierte in Harvard, leitete seit 2010 zuletzt die Geschicke der Banco Santander in Großbritannien und spricht mehrere Sprachen.

Ihr Vater war am Dienstag im Alter von 79 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben. Unter seiner Führung als Präsident stieg die Banco Santander zur nach Börsenwert größten Bank der Eurozone auf.

Emilio Botíns Urgroßvater war 1857 Mitgründer der Bank. Als Nachfolger seines Vaters und Urgroßvaters, die beide ebenfalls den Namen Emilio Botín trugen, übernahm der gelernte Jurist und Ökonom 1986 die Präsidentschaft der Banco Santander.

Das größte Unternehmen Spaniens war finanziell so stark, dass es die 2008 ausgebrochene Immobilien- und Wirtschaftskrise überstehen konnte. Das vergangene Jahr schloss die Bank bei einem Umsatz von rund 40 Milliarden Euro mit einem Nettogewinn von mehr als vier Milliarden Euro ab.

bos/dpa/Reuters



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hobbyleser 12.09.2014
1. Erbmonarchie
Eine klassische Erbmonarchie. Für aufgeklärte Menschen scheint das, wie aus einem anderen Jahrhundert, in Spanien ist das Gang und Gäbe.
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