Rovio Aktie von "Angry Birds"-Entwickler fällt um 50 Prozent

Der Ausblick hat die Anleger enttäuscht: Das Spielestudio Rovio büßte deshalb die Hälfte seines Börsenwerts ein. Eigentlich soll im kommenden Jahr eine Fortsetzung des Animationsfilms "Angry Birds" entstehen.

"Angry-Birds"-Ballon (Archiv)
AP

"Angry-Birds"-Ballon (Archiv)


Der "Angry Birds"-Erfinder Rovio hat in wenigen Stunden die Hälfte des Börsenwerts verloren. Das finnische Spielestudio enttäuschte mit seinen Prognosen für das laufende Jahr die Investoren, die sich massenhaft von den Papieren trennten.

Rovio stellte für 2018 einen Umsatz von 260 bis 300 Millionen Euro in Aussicht. Analysten hatten im Schnitt mit 337 Millionen gerechnet. Außerdem kündigte Rovio eine Investition von 10 bis 15 Millionen Euro in ein Cloud-basiertes Spieleangebot an, die das Ergebnis drücken werde.

Die Reaktion der Anleger fiel harsch aus: Die Aktie fiel bis zum Nachmittag um gut 50 Prozent auf knapp fünf Euro. Beim Börsengang im September waren die Papiere noch für 11,50 Euro platziert worden und Rovio war damit insgesamt rund 900 Millionen Euro wert.

Filmfortsetzung für 2019 geplant

Rovio hat sich in den vergangenen Jahren schwer damit getan, ähnliche Hits wie "Angry Birds" zu landen. Die Firma hat inzwischen mehrere Runden mit Stellenstreichungen hinter sich.

Eine zeitweise Renaissance der Marke gelang 2016 mit einem Animationsfilm, der weltweit rund 350 Millionen Dollar einspielte. Für 2019 ist eine Fortsetzung geplant, die auch mit den Einnahmen aus dem Börsengang finanziert werden soll.

brt/dpa



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