Versandhandel Amazon verspricht 100.000 neue Jobs in den USA

Amazon kündigt eine Job-Offensive in den USA an: In nur 18 Monaten sollen 100.000 neue Jobs entstehen. Das könnte etwas mit Attacken von Donald Trump auf den Konzern zu tun haben.

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Der Onlinehändler Amazon Chart zeigen will in den kommenden 18 Monaten 100.000 neue Jobs in den USA schaffen. Damit werde die Zahl der Mitarbeiter in den USA auf mehr als 280.000 steigen. Dabei werde es sich ausschließlich um Vollzeitstellen handeln.

Ingenieure und Software-Entwickler sind dem Unternehmen zufolge genauso gefragt wie Ungelernte. Amazon-Chef Jeff Bezos sagte, das Unternehmen wolle weitere Logistikzentren eröffnen und in neue Technologien investieren. Bezos nannte hierfür beispielhaft den Ausbau von Online-Speicherplätzen - sogenannten Clouds - , Robotertechnik und Logistiklösungen.

Amazon reiht sich damit in die Riege jener Konzerne ein, die kurz vor Donald Trumps Amtseinführung Investitionszusagen und Job-Versprechen öffentlich machen. Trump hat für seine Präsidentschaft eine America-First-Strategie angekündigt - und seinen Wählern versprochen, für Millionen neue Jobs zu sorgen.

Konzerne wollen Trump milde stimmen

Zuletzt hatte er vor allem Autokonzernen mit Strafzöllen gedroht, sollten sie weiter vor allem in Mexiko Fahrzeuge für den US-Markt bauen. Toyota Chart zeigen kündigte kurz darauf an, zehn Milliarden Dollar in den Vereinigten Staaten investieren zu wollen. Ford Chart zeigen strich Pläne für ein 1,6 Milliarden Dollar teures neues Werk in Mexiko - bleibt aber bei seinem Vorhaben, die Produktion des Ford Focus ins Nachbarland zu verlagern.

Amazon hatte sich im Wahlkampf in besonderer Weise Trumps Unmut zugezogen, weil Konzerngründer Bezos auch Eigentümer der "Washington Post" ist. Die Zeitung hatte besonders kritisch über Trump berichtet.

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Trump beschuldigte Bezos, das Blatt zu benutzen, um die Politik in Washington zu beeinflussen: "Er nutzt die 'Washington Post' für seine Macht, damit die Politiker in Washington Amazon nicht so besteuern, wie es besteuert werden sollte." Amazon drohte er für den Fall seiner Wahl mit einem "riesigen Kartellrechtsproblem".

Zuletzt war Bezos allerdings gemeinsam mit anderen Silicon-Valley-Größen zu Gesprächen im Trump Tower.

beb/dpa/afp

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insgesamt 67 Beiträge
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pace335 12.01.2017
1.
Echt stark was Trump schon vor seinem Antritt als Präsident für sein Volk leistet. Ich wäre sehr froh wenn es bei uns eine Partei gäbe die ähnliches für Deutschland leisten würde.
chr.balzer 12.01.2017
2. Schon erstaunlich.
Da wird Protektionismus auch nur angekündigt, und die Unternehmen überschlagen sich täglich mit neuen Ankündigungen Stellen zu schaffen.
reflektiert_ist_besser 12.01.2017
3. Wirtschaftspolitik nach Gutsherrnart
das ist Wirtschaftspolitik nach Gutsherrnart. Es ist wohl so, dass Trump diesen Unternehmen entsprechende Steuererleichterungen versprochen hat. Wäre ich Firmenchef einen international großen Unternehmens würde ich aktuell auch behaupten, ich würde für den amerikanischen Markt produzieren, diese Produktion aber im Ausland durchführen ... rießige Subventionen wären mir wohl sicher. So kann Trump die US-Wirtschaft richtig ruinieren ... auf Kosten des kleinen Mannes. Das wird man noch merken.
Mr T 12.01.2017
4.
Echt stark, Amazon verkuendet seine Planungen oeffentlich. Glauben Sie wirklich, dass Amazon innerhalb von 2-3 Wochen, beschliesst 100000 neue Arbeiter einzustellen? Diese werde meist im Niedriglohnbereich liegen und nichts an der Situation der "working poor" verbessern. Obama "hat" Millionen solher jobs geschaffen... Erstaunlich wie leichtglaeubig die Menschheit ist
j.christinck 12.01.2017
5.
ja wie toll trump sich doch um die arbeitsplätze in den USA kümmert. in deutschland bräuchten wir das auch, genau!! denn protektionistische politik führt ja bekanntlich zu einem zusammenbruch des welthandels und dann, ähm ja dann kauft keiner mehr unsere produkte und wir verlieren die ganzen jobs, die wir schon haben...naja dafür hat man dann medienwirksam ein paar firmen gegängelt unsinnige entscheidungen zu treffen.
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