Anheuser-Busch InBev: Weltgrößte Brauerei will mexikanische Corona kaufen

Die weltgrößte Brauerei Anheuser-Busch InBev will noch mächtiger werden: Der Konzern steht dem "Wall Street Journal" zufolge vor der Übernahme des "Corona"-Herstellers Grupo Modelo. Das mexikanische Unternehmen dürfte den Marktführer mindestens zwölf Milliarden Dollar kosten.

Budweiser- und Stella-Artois-Flaschen: Kartellwächter könnten Einwände haben Zur Großansicht
AP

Budweiser- und Stella-Artois-Flaschen: Kartellwächter könnten Einwände haben

New York - Die Palette reicht schon jetzt von Budweiser bis Stella Artois - nun soll Corona hinzukommen: Der weltgrößte Brauereikonzern Anheuser-Busch Inbev steht offenbar unmittelbar vor der vollständigen Übernahme des mexikanischen "Corona"-Herstellers Grupo Modelo. Das berichtet das "Wall Street Journal" ("WSJ") am Montag unter Berufung auf Insider.

Anheuser besitzt bereits 50 Prozent von Modelo und müsse wohl mindestens zwölf Milliarden Dollar für den Rest bezahlen, schreibt die Zeitung. Das Unternehmen, das an der mexikanischen Börse gelistet ist, hat derzeit einen Marktwert von rund 23 Milliarden Dollar. Eine entsprechende Vereinbarung werde möglicherweise schon in dieser Woche erfolgen, hieß es weiter. Beide Unternehmen wollten sich laut "WSJ" nicht dazu äußern.

Die Konzentration auf dem weltweiten Biermarkt nähme mit der Übernahme weiter zu. Die vier größten Brauereikonzerne kontrollieren bereits die Hälfte des Marktes. Die klare Nummer eins ist Anheuser-Busch InBev, 2004 aus der Fusion der belgischen Interbrew mit dem brasilianischen Brauer AmBev hervorgegangen. 2008 kaufte der Konzern Anheuser-Busch in den USA. Mit Abstand folgt auf Platz zwei SABMiller, drittgrößter Konzern ist Heineken, dann folgt Carlsberg. Grupo Modelo liegt laut "Wall Street Journal" auf Platz sieben.

Die Frage ist allerdings, ob die Kartellbehörden den Deal akzeptierten. Die Marktmacht der beiden Konzerne dürfte jedenfalls hinderlich sein.

yes/Reuters

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Zenit bereits überschritten
Michael KaiRo 25.06.2012
Zu erwähnen sind noch die Deutschen Marken dieses Riesenkonzerns: Beck's; Franziskaner Weissbier; Hasseröder; Diebels; Gilde; Haake-Beck; Löwenbräu; Spaten. Allerdings dürfte der Zenit langsam aber sicher überschritten sein, vor allem dann, wenn bald alle Verbraucher merken und wissen, dass es nur noch Einheitspampe ist, was diese Konzerne brauen: Hopfen und Malz verloren! - ZDF.de (http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/ZDFzoom/2942346/22710558/bac76d/Hopfen-und-Malz-verloren.html) Interessant ist auch, dass es das berühmte Deutsche Reinheitsgebot praktisch nicht mehr gibt. Alle großen Brauereien setzen z.B. Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP), auch Crospovidon genannt, ein. Hierbei handelt es sich u.a. um einen Stoff, der in Kleber wie Pattex bis vor kurzem noch eingesetzt wurde - inzw. nur aus Kostengründen nicht mehr im Kleber vorhanden. Nur weil dieses chemische Zeugs PVPP wieder herausgefiltert wird (da frage ich mich, mit welcher Reinheit, d.h. wieviel Gramm oder Milligramm darf trotzdem noch im Bier verbleiben) fällt dieses mit chemischen Hilfsstoffen erzeugte Bier trotzdem unters Deutsche Reinheitsgebot. Wie man aus Pils durch einfachen Zusatz von Farbebier, manchmal auch Röstmalzbier genannt, plötzlich Dunkelbier macht, zeigt der Film ebenso faszinierend. Übrigens, die besten Biere machen inzwischen - Tätärätä - viele US-Brauereien. Dort gibt’s inzwischen zahlreiche kleine und mittelständische Buden, die Preise en masse einsacken. In Deutschland sinkt die Brauereiendichte dank großem Zukauf durch Anheuser-Busch InBev und Konsorten permanent, während die Brauereienanzahl in den USA ständig zunimmt.
2.
wakaba 25.06.2012
Zitat von Michael KaiRoZu erwähnen sind noch die Deutschen Marken dieses Riesenkonzerns: Beck's; Franziskaner Weissbier; Hasseröder; Diebels; Gilde; Haake-Beck; Löwenbräu; Spaten. Allerdings dürfte der Zenit langsam aber sicher überschritten sein, vor allem dann, wenn bald alle Verbraucher merken und wissen, dass es nur noch Einheitspampe ist, was diese Konzerne brauen: Hopfen und Malz verloren! - ZDF.de (http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/ZDFzoom/2942346/22710558/bac76d/Hopfen-und-Malz-verloren.html) Interessant ist auch, dass es das berühmte Deutsche Reinheitsgebot praktisch nicht mehr gibt. Alle großen Brauereien setzen z.B. Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP), auch Crospovidon genannt, ein. Hierbei handelt es sich u.a. um einen Stoff, der in Kleber wie Pattex bis vor kurzem noch eingesetzt wurde - inzw. nur aus Kostengründen nicht mehr im Kleber vorhanden. Nur weil dieses chemische Zeugs PVPP wieder herausgefiltert wird (da frage ich mich, mit welcher Reinheit, d.h. wieviel Gramm oder Milligramm darf trotzdem noch im Bier verbleiben) fällt dieses mit chemischen Hilfsstoffen erzeugte Bier trotzdem unters Deutsche Reinheitsgebot. Wie man aus Pils durch einfachen Zusatz von Farbebier, manchmal auch Röstmalzbier genannt, plötzlich Dunkelbier macht, zeigt der Film ebenso faszinierend. Übrigens, die besten Biere machen inzwischen - Tätärätä - viele US-Brauereien. Dort gibt’s inzwischen zahlreiche kleine und mittelständische Buden, die Preise en masse einsacken. In Deutschland sinkt die Brauereiendichte dank großem Zukauf durch Anheuser-Busch InBev und Konsorten permanent, während die Brauereienanzahl in den USA ständig zunimmt.
Ob AB aus dem gelb gefärbten Wässerchen Corona noch dünnere Pampe zaubern kann? Ist schon so. Gutes Bier kommt aus der Mikrobrauerei von nebenan und wie immer kommt nichts gutes aus den Konzernen. Ist eigentlich irre diese sinnlos manisch agierenden Grossfirmen.
3.
SirLurchi 25.06.2012
Zitat von sysopDie weltgrößte Brauerei Anheuser-Busch will noch mächtiger werden: Der Konzern steht dem "Wall Street Journal" zufolge vor der Übernahme des "Corona"-Herstellers Grupo Modelo. Das mexikanische Unternehmen dürfte den Marktführer mindestens zwölf Milliarden Dollar kosten. Anheuser-Busch will Corona schlucken - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,840702,00.html)
Schade, mein 1. Beitrag schaffte es nicht durch die Zensur. Aber Anheuser-Busch zeigt, wie man mit angeblichem Bier Geld macht. Ich kenne keine Plörre von denen, die ich trinken würde. Da schließe ich mich dem Beitrag # 1 an: Der Zenit dürfte überschritten sein - zu billig ist das Bier, zu teuer wird es verkauft. Danke übrigens für die Doku im Link!
4. zu erwähnen, Herr Kairo
scientist-on-hartz4 25.06.2012
...ist auch, dass die von Ihnen erwähnten Marken, insbesondere Becks, Hasseröder und Löwenbräu zu Spülwasser verkommen sind. Stimmt, das deutsche Reinnheitsgebot von 1516 ist auch für deutsche Brauereien mittlerweile kein Maßstab mehr. Ich denke da nur mal an das Erdbeerporter. Von den Amerikanern und Franzosen, mal ganz zu schweigen. Grade letztere sind in der Kunst des Bierpanschens seit Jahrzehnten äußerst kreativ. Man denke nur an Adelshovvens Scotchbier, das nach Whisky schmecken soll, bäh!! Ebenso, hat das Budweiser von Anheuser Busch nichts mit dem echten Budweiser aus Budvar zu tun. Das letztere ist ein süffiges Bier, das von A. Busch reinstes Spülwasser. Und angesichts der Tatsache, dass die Amerikaner die Marke Kölsch mißbrauchen, um ihre Plörre unter ihren Landsleuten zu vermarkten (in Deutschland dürfen sie das zum Glück nicht), möchte ich von Ihnen mal gerne wissen, welche US-Brauereien denn angeblich internationale Preise eingeheimst haben. Ich jedenfalls kenn keine! Und Corona werd ich in Zukunft auch nicht mehr trinken.
5.
chupamela 25.06.2012
[QUOTE=scientist-on-hartz4;10429243 Und angesichts der Tatsache, dass die Amerikaner die Marke Kölsch mißbrauchen, um ihre Plörre unter ihren Landsleuten zu vermarkten (in Deutschland dürfen sie das zum Glück nicht), möchte ich von Ihnen mal gerne wissen, welche US-Brauereien denn angeblich internationale Preise eingeheimst haben. Ich jedenfalls kenn keine! Und Corona werd ich in Zukunft auch nicht mehr trinken.[/QUOTE] Bitte informieren Sie sich mal besser, natürlich holen amerikanische Brauereien regelmäßig den ersten Platz bei internationalen Bierwettbewerben, gerade auch bei deutschen Biertilen. Nachzulesen z.B. da: BZO - Willkommen im Bildungszentrum Oberjosbach (http://www.bzo.de/data_de/presse/artikel/110429.php) Warum sollten die Amerikaner auch nicht ein gutes Hefeweizen brauen? Das ist kein Hexenwerk und so ziemlich jeder Hobbybrauer bekommt das besser hin als die meisten Großbrauereien mit ihren Kurzzeiterhitzern und Druckvergärungen im ZKG. Die Deutschen klammern sich weiter an ihr Reinheitsgebot und werden von den anderen gnadenlos überholt. Dabei entstehen dann so irre Dinge wie die Werbung auf vielen Hefeweizenflaschen, dass das Bier streng nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut wurde, dabei wurde damals der Gebrauch von Weizen ausdrücklich verboten. Hauptsache der deutsche Konszument meint, nur deutsches Bier sei genießbar.
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