Rückzug von RTL-Chefin Anke Schäferkordt verlässt auch Bertelsmann-Vorstand

Nach 27 Jahren bei RTL zieht sich Anke Schäferkordt zurück - und räumt auch ihren Vorstandsposten beim Mutterkonzern Bertelsmann.

Anke Schäferkordt im Jahr 2017
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Anke Schäferkordt im Jahr 2017


Nach ihrem Abschied aus dem Vorstand von Europas größtem Fernsehkonzern RTL Group zieht sich die langjährige Senderchefin Anke Schäferkordt auch als Deutschland-Chefin und Mitglied im Vorstand der RTL-Muttergesellschaft Bertelsmann zurück.

"Die RTL Group und Anke Schäferkordt haben gemeinsam und im besten gegenseitigen Einvernehmen entschieden, ihren Vertrag als CEO der Mediengruppe RTL Deutschland nicht zu verlängern", heißt es in einer Mitteilung dazu. Nachfolger auf dem Chefposten der Mediengruppe RTL Deutschland wird zum Jahresende Bernd Reichart, der bisherige Geschäftsführer des ebenfalls zur Mediengruppe gehörenden Kölner Senders Vox.

Christoph Mohn, der Aufsichtsratsvorsitzende von Bertelsmann, dankte der langjährigen RTL-Chefin: "Anke Schäferkordt leistet seit 30 Jahren großartige Arbeit für Bertelsmann und ist eine herausragende TV-Managerin, die Kreativität und Unternehmertum vereint."

"Nach 27 Jahren ist es kein einfacher Schritt"

Die 55-Jährige leitete den Flaggschiffsender der Gruppe und war auch für die deutsche Senderfamilie verantwortlich, die seit 2007 als Mediengruppe RTL Deutschland bekannt ist. "Nach mehr als 27 Jahren ist es kein einfacher Schritt, die Mediengruppe RTL zu verlassen", sagte Schäferkordt laut RTL-Mitteilung.

Unklar ist bislang, wer ihrem designierten Nachfolger Reichart bei Vox folgt. Der 44-Jährige ist seit 2013 Vox-Geschäftsführer und Mitglied der Geschäftsleitung der Mediengruppe RTL Deutschland.

Die in Luxemburg ansässige RTL Group ist zu 75,1 Prozent im Besitz des Medienkonzerns Bertelsmann und beteiligt an 60 Fernsehsendern und 30 Radiostationen in Europa sowie an Produktionsgesellschaften weltweit. In Deutschland sind dies RTL, RTL II, SuperRTL, n-tv und Vox.

beb/dpa



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