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Anti-Graffiti-Programm: Nachtflug-Verbot für Drohne der Bahn

Graffito auf DB-Zug: Tags entdeckt, gern nachts gesprüht Zur Großansicht
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Graffito auf DB-Zug: Tags entdeckt, gern nachts gesprüht

Sie sind mit einer Wärmebildkamera ausgestattet, doch die neuen Mini-Drohnen der Deutschen Bahn können vorerst nur tagsüber zur Identifizierung von Graffiti-Sprayern eingesetzt werden. Die Luftsicherheitsbehörden erteilen keine Nachtflugerlaubnis.

Berlin - Die Testflüge sind erfolgreich abgeschlossen, doch der wirkliche Einsatz gegen die der Bahn lästigen Graffiti-Sprayer muss noch auf sich warten lassen. Denn die neuen Mini-Drohnen darf die Bahn nachts nicht fliegen lassen, berichtet "Bild am Sonntag". Die Luftsicherheitsbehörden haben so den bevorstehenden bundesweiten Drohnenneinsatz teilweise gestoppt. Gerd Neubeck, Sicherheitschef der Deutschen Bahn, bestätigte in der "BamS": "Die Tests sind exzellent gelaufen, ein hervorragendes Einsatzmittel. Jedoch erteilen die Luftsicherheitsbehörden der Länder derzeit keine Fluggenehmigung für die Nachtstunden."

Die Wärmebildkameras der Drohnen sollten die vorwiegend nachtaktiven Sprayer auch in der Dunkelheit auf Zug-Abstellgleisen aufspüren und filmen. Die Bilder könnte man als Beweismittel vor Gericht verwenden. Die Drohne, die pro Stück rund 50.000 Euro kostet, kann bis zu 150 Metern Höhe fast geräuschlos fliegen und aufklären - gesteuert von einem Sicherheitsmitarbeiter oder per Autopilot.

Allein im vergangenen Jahr hat die Bahn nach eigenen Angaben rund 14.000 Graffiti erfasst, durch sie sei ein Schaden von 7,6 Millionen Euro entstanden.

cai

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insgesamt 53 Beiträge
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1. Schade..
mauricebln 17.11.2013
..dass Luftsicherheits-Behörden mal wieder jeden Trend verschlafen und so etwas nicht genehmigen. Vor allem weil die Dinger doch eh nur in 150 m Höhe fliegen. Was fliegt denn da sonst noch nachts rum? Eher wenig. Hoffentlich werden die Drohnen auch bald für Nachtflüge zugelassen, denn tagsüber wird sich kein Spayer blicken lassen.
2. optional
joint 17.11.2013
Warum zum Henker dürfen die überhaupt fliegen? Die können alles mögliche überwachen. Will ich nicht. Hab ich das Recht, die abzuschiessen, wenn die über mir fliegen?
3. optional
humbahumba 17.11.2013
Sobald dieser fliegende Stein jemandem auf den Kopf faellt (und das wird passieren), gibt es nicht nur 50.000 EUR Schaden sondern auch einen Toten. Ganz ohne Graffiti. Hat sich die Bahn was tolles andrehen lassen. Voellig ueberteuert und unsicher dazu. Statt der 50.000 EUR "Drohne" (die es uebrigens woanders gleichwertig fuer 5.000 EUR gibt) schickt man besser den "Sicherheitsmitarbeiter" per pedes mit der Thermalkamera los (oder besser mit Hund). Das ist um Groessenordnungen billiger, sicherer und ergiebiger.
4.
klfm01 17.11.2013
Andere Probleme haben die bei der Bahn nicht? Na dann...
5.
SirWolfALot 17.11.2013
Ist ja auch logisch... Die Drohnen sind mit ihren Max. 150m Flughöhe, eine potentielle Gefahr für den da oben herschenden Luftraum...
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Logistik-Riese: Wichtige Fakten über die Bahn

Deutsche Bahn
Der Konzern
dpa
Mit einem Umsatz von 39,3 Milliarden Euro und weltweit 285.000 Mitarbeitern ist die Deutsche Bahn einer der größten Konzerne des Landes. 2012 machte die Bahn einen Gewinn von 1,5 Milliarden Euro. Jedes Jahr transportiert die Bahn weltweit fast zwei Milliarden Reisende im Fern- und Nahverkehr.
Die Geschäftsfelder
Die Deutsche Bahn bietet neben dem Personenverkehr auch andere Transport- und Logistikdienstleistungen (DB Schenker) an. Gut ein Drittel des Umsatzes erzielt das Unternehmen mit dem Fern- und Nahverkehr und dem Betrieb von Bussen im Stadtverkehr. Der Bereich DB Schenker, in dem unter anderem der Schiengüterverkehr gebündelt ist, trägt rund die Hälfte zum Gesamtumsatz bei.
Der Chef
REUTERS
Rüdiger Grube ist seit Mai 2009 Chef der Deutschen Bahn. Der Top-Manager hat sich von der Hauptschule über eine Berufsausbildung und ein Studium bis an die Spitze des Logistikkonzerns hochgearbeitet. Vor seinem Wechsel zum Staatsunternehmen war er im Vorstand des Autobauers Daimler für die Konzernentwicklung zuständig. Davor arbeitete Grube mehrere Jahre bei der Daimler-Benz Aerospace (DASA), die später im Luft- und Raumfahrtkonzern EADS aufging.


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