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Entgleisung: AOL-Chef gibt kranken Babys Schuld an Pensionskürzungen

Tim Armstrong wurde derbe: Der AOL-Chef begründete die Kürzung von Pensionszahlungen mit den Kosten für die Behandlung von Babys zweier Mitarbeiter. Dafür musste er sich jetzt entschuldigen - und die Kürzung zurücknehmen.

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AOL-Chef Tim Armstrong: "Ich habe einen Fehler gemacht"

New York - Diesmal war AOL-Chef Tim Armstrong gezwungen, seinen Ausfall mit einer öffentlichen Entschuldigung auszubügeln: Der Manager musste für Äußerungen um Entschuldigung bitten, in denen er die erkrankten Kinder zweier AOL-Mitarbeiter mit steigenden Gesundheitskosten des US-Konzerns in Verbindung gebracht hatte. "Ich habe einen Fehler gemacht", teilte Armstrong in einem Schreiben an seine Angestellten mit.

Auf einer Mitarbeiterversammlung hatte Armstrong eine Kürzung der Pensionsbezüge mit höheren Ausgaben für die Behandlung der kranken Babys von zwei Mitarbeitern sowie den höheren Belastungen durch die US-Gesundheitsreform begründet. Dadurch seien die Kosten für AOL um mehrere Millionen Dollar gestiegen. Die Senkung der Pensionsbezüge nahm Armstrong nun zurück.

Am Wochenende hatte sich eine der betroffenen Mütter im US-Online-Magazin "Slate" über Armstrongs Äußerungen beschwert. Dieser ist für seinen ruppigen Umgang berüchtigt. 2013 feuerte er beispielsweise vor Tausenden Mitarbeitern einen Kreativdirektor und sorgte damit für Negativschlagzeilen.

Armstrongs jüngste Aussagen hatten in Medien und Online-Netzwerken Entrüstung ausgelöst und auch einen Schatten auf die am Donnerstag veröffentlichte AOL-Bilanz geworfen. Der Umsatz war um 13 Prozent auf 679 Millionen Dollar gestiegen und damit so stark wie seit einem Jahrzehnt nicht mehr.

mik/Reuters

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