785 Millionen US-Dollar Apple-Chef Cook will sein gesamtes Vermögen verteilen

Tim Cooks Neffe kann sich über Finanzspritzen seines reichen Onkels freuen. Mehr noch aber sollen Wohltätigkeitsorganisationen profitieren: Der Apple-Chef hat angekündigt, sein gesamtes Vermögen spenden zu wollen.

Multi-Millionär Cook: "Ich will der Kieselstein im Teich sein, der die Welle für Veränderungen auslöst"
AP/dpa

Multi-Millionär Cook: "Ich will der Kieselstein im Teich sein, der die Welle für Veränderungen auslöst"


Seinem zehnjährigen Neffen möchte er noch die College-Ausbildung finanzieren, doch den Rest seines Vermögens will Apple-Chef Tim Cook für wohltätige Zwecke spenden. Das sagte der 54-Jährige dem Wirtschaftsmagazin "Fortune".

Nach Schätzungen der Zeitschrift hält Cook derzeit Apple-Aktien Chart zeigen im Wert von etwa 120 Millionen US-Dollar, umgerechnet knapp 110 Millionen Euro. Hinzu kommen Anteile, die er nur zu bestimmten Bedingungen verkaufen kann. Diese haben nach Angaben von "Fortune" einen Wert von rund 665 Millionen Dollar, umgerechnet mehr als 600 Millionen Euro.

"Ich will der Kieselstein im Teich sein, der die Welle für Veränderungen auslöst", begründete Cook seine Ankündigung.

Der Apple-Chef folgt anderen schwerreichen Unternehmern, die ihr Vermögen für wohltätige Zwecke einsetzen. Der Großinvestor Warren Buffett hat die Initiative "Giving Pledge" ins Leben gerufen. Er ruft die Superreichen auf, zu Lebzeiten die mindestens die Hälfte ihres Vermögens zu spenden. Bislang haben sich unter anderem Microsoft-Gründer Bill Gates, Facebook-Chef Mark Zuckerberg und Oracle-Gründer Larry Ellison der Initiative angeschlossen. Im Vergleich zu deren milliardenschweren Reichtümern nimmt sich Cooks Vermögen übrigens fast bescheiden aus.

Der Apple-Chef sagte "Fortune", er habe bereits angefangen im Stillen Geld zu spenden. Nun wolle er sich jedoch Zeit nehmen und einen systematischen Ansatz für die Verteilung seines Vermögens entwickeln. Das sei sinnvoller, als einfach nur Schecks auszustellen.

syd/Reuters

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Seite 1
fipsi2 27.03.2015
1. Klasse
Dann kann man ja erwarten, dass es bald keine Hungertote mehr gibt.
Marvel Master 27.03.2015
2. Was auch sonst damit machen
Hätte ich soviel Geld, würde ich davon auch einen Grossteil nach meinem Tod spenden. Sollen die blöden Erben doch selber arbeiten . :-) Von dem Rest lasse ich von meinem Antlitz eine goldene Statue gießen. --> Für die Ewigkeit. :-) VG Marvel
John M, 27.03.2015
3. Hervorragend! Bei den Anderen und Milliardären
muss man sich vergegenwärtigen wie viel Geld sie haben und wie wenig sie damit machen. Es ist erschreckend wenig. Krankhafte Gier ohne Ende? Sieht danach aus, auch wenn ihr Ableben und die Spende danach alles ändern soll. Warum erst dann?
ornitologe 27.03.2015
4. Bis jetzt
sind es allenfalls vollmundige Absichtserklärungen der Superreichen. Aber schon dafür werden sie in den Olymp der Wohltätigkeit gehoben. Ich glaube denen erst, wenn sie statt Fische an die Hungrigen zu verteilen, Angeln verschenken.
quark@mailinator.com 27.03.2015
5.
Tja ... schön ... aber auch nur ein weiterer Weg, wie das Vermögen der Welt am Ende komplett in die Hände von Leuten kommt, die nicht so menschlich sind. Abgesehen davon sollte die breite Masse der Menschen nicht auf freiwillige Almosen angewiesen sein. Wir alle arbeiten und bei der heutigen Produktivität sollte das auch von sich aus mehr als reichen. Es ist nicht OK, wenn Krankenschwestern oder Altenpfleger im Schichtdienst jämmerliche Löhne bekommen.
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