Kampf der IT-Riesen: Apple entzieht Samsung Aufträge für iPhone

Der Konkurrenzkampf zwischen Apple und Samsung erreicht eine neue Stufe. Laut mehreren US-Medien entziehen die Amerikaner den Südkoreanern Lieferaufträge für Teile des neuen iPhones. Zuletzt hatten sich die Unternehmen einen erbitterten Kampf um Patente geliefert.

iPhone 4S, Samsung Galaxy S III: Apple will Zulieferer wechseln Zur Großansicht
REUTERS

iPhone 4S, Samsung Galaxy S III: Apple will Zulieferer wechseln

New York - Das tiefe Zerwürfnis zwischen Apple und Samsung schlägt sich offenbar auch bei der Produktion des neuen iPhone nieder: Apple Chart zeigen habe Aufträge für Speicherchips bei Samsung Chart zeigen abgezogen und an andere Zulieferer vergeben, berichtet das "Wall Street Journal" am Freitag. Nach Angaben der Finanznachrichtenagentur Bloomberg gab es Meinungsverschiedenheiten um den Preis.

Auch dürften zumindest die ersten Geräte keine Samsung-Displays enthalten, schreibt Bloomberg weiter. Beim erwarteten kleineren iPad-Modell setzte Apple demnach ebenfalls auf zwei andere Hersteller.

Apple und Samsung sind langjährige Geschäftspartner. Die Südkoreaner produzieren seit Jahren zahlreiche Teile für die iPhones und iPads der Amerikaner. Seit Samsung aber mit seinen eigenen Smartphones und Tablets Apple Konkurrenz macht, kühlt sich das Verhältnis der IT-Riesen ab.

Befeuert wurde die Rivalität zuletzt durch Patentstreitereien auf mehreren Kontinenten. Zuletzt hatte Apple in Kalifornien gegen Samsung gesiegt und ein Verkaufsverbot für acht Smartphone-Modelle des südkoreanischen Rivalen beantragt. Samsung soll dem Urteil zufolge rund eine Milliarde Dollar Schadenersatz zahlen - will dagegen aber vorgehen.

Ganz will Apple aber offenbar doch nicht auf die Dienste der Südkoreaner verzichten. Der Hauptprozessor des nächsten iPhone wird den Berichten zufolge weiterhin von Samsung produziert. Apple wird das neue iPhone voraussichtlich am 12. September vorstellen und wenig später auf den Markt bringen. Das kleinere iPad wird im Oktober erwartet.

ssu/dpa

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1. Warum produziert Apple ...
distel61 07.09.2012
... eigentlich nicht selber in den USA? Geld ist doch genug vorhanden, wenn man es vollautomatisiert, dann dürfte es bei den Stückzahlen auch kein Problem mit den Kosten geben und man stärkt nicht noch die Konkurrenz durch Zulieferaufträge.
2. optional
noodles64 07.09.2012
Irgendwie würde ich, wäre ich Samsung einfach keine Prozessoren mehr liefern. Dann wäre Apple ganz von Samsung losgelöst und Apple könnte sich mit neuen Herstellern um neue Layouts für den Proz kümmern. Außerdem würde ich bei meinen Kunden schauen wer mit den Apfel zusammenarbeit und ggf die Verträge ebenfalls kündigen. Am Ende mag ich zawr große Verluste schreiben, müsste mich aber nicht mehr mit dem Apfel rumschlagen. Strategische Zusammenarbeit geht mit Sicherheit auch mit anderen Herstellern.
3. Lieferstopp?
theo_rie 07.09.2012
Erinnert mich irgendwie an das Öl-Embargo der EU gegen den Iran... Was ist wenn Samsung nun vorzeitig gar nichts mehr an Apple liefert? Die evtl. fällige Konventionalstrafe zahlen die doch aus der Portokasse. Samsung könnte ja auch die CPU-Produktion reduzieren, mehr defekte Chips durchgehen lassen (Sorry, Kosteneinsparung bei der Endkontrolle...) usw. usw. Mich wundert schon das Apple wg. Patentverletzung so auf Samsung losgeht, bei der Abhängigkeit...
4. ähmmm...
jetzt:hördochauf 07.09.2012
Also Samsung ist soweit ich weiß nicht unbedingt die schlechteste Adresse gerade bei displays.. kann man den Artikel nicht eigentlich auch genau umgekehrt lesen? Ich mein einen Preis macht ja nicht nur der Kunde! Ohne Not bei einem Produkt was gut läuft die Zulieferer zu wechseln.... das kann Probleme machen (mal einen Autohersteller fragen...) Also wer hat wen da ange..... ??
5. weil.....
Herr voragend 07.09.2012
die Amis nur im Marketing stark sind. Produzieren und Produktivität war mal........
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