Wegen Trump Apple holt Milliarden in die USA zurück

Apple hortete gigantische Summen im Ausland, dann kam Donald Trump. Wegen dessen Steuerreform muss das Unternehmen in den USA wohl 38 Milliarden Dollar zahlen. Außerdem verspricht es Tausende neue Jobs.

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Apple hat im Nachgang der US-Steuerreform milliardenschwere Ausgaben im Heimatland angekündigt. Man wolle in den kommenden fünf Jahren 30 Milliarden Dollar in den USA investieren, teilte der Technologiekonzern im kalifornischen Cupertino mit.

Zudem sollen 20.000 neue Jobs an bereits existierenden Standorten entstehen, ferner wolle Apple einen neuen Campus für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eröffnen.

"Apple ist eine Erfolgsgeschichte, die nur in Amerika hätte passieren können. Wir sind stolz, unsere Story fortzusetzen und gleichzeitig die amerikanische Wirtschaft zu unterstützen", sagte Apple-Geschäftsführer Tim Cook.

Darüber hinaus teilte Apple mit, man rechne mit einer Steuerzahlung in Höhe von rund 38 Milliarden Dollar auf Kapital, das sich bislang außerhalb der USA befand - und nun ins Heimatland zurückgeholt werden soll.

US-Konzerne wie Apple oder Microsoft horten Hunderte Milliarden Dollar im Ausland. Ziel der jüngst in Kraft getretenen Steuerreform von Präsident Donald Trump ist es unter anderem, diese Gelder wieder in die Vereinigten Staaten umzuleiten.

Die Aktien von Apple reagierten leicht positiv auf die Nachricht und notierten am Mittwochabend rund 0,5 Prozent im Plus.

bam/dpa



insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
laberbacke08/15 17.01.2018
1.
38 Milliarden Steuern, 30 Milliarden investieren. das kann man bestimmt gegeneinander anrechnen. Dann noch ein paar andere Tricks und schwuppsdiwups kann man das Geld ohne Steuern zu zahlen zurueckholen.
messmeup 17.01.2018
2. Tja, Trump wird wohl Erfolg haben!
Leider ist es wohl so, dass er die ersten Jahre Erfolg haben wird - vermutlich sogar so lange, bis die nöchsten Präsidentschaftswahlen stattfinden und er deshalb erneut gewint....erst dann werden sich seine anfänglichen Erfolge ins Gegenteil verkehren und der isolationistische Wirtschaftskurs sich negativ auswirken. Von dem ganzen diplomatischen porzellan, welches er bis dahin zerschlägt, ganz zu schweigen...trotzdem kannman sich von ihm abschauen, wie undiplomatisches, rigoroses agieren durchaus zum Vorteil für die eigene Nation auswirken kann...
MartinH 17.01.2018
3. alles richtig gemacht
sieht so aus, als ob Trump auf dem wichtigsten Gebiet, der Wirtschaft, alles richtig gemacht hat. Die Wirtschaft boomt, es gibt wesentlich höhere Wachstumsraten als zu Obamas Zeiten. Die aus der liberalen Filterblase hochgekochten angeblichen Skandale von Trump interessieren nämlich den Grossteil der Amerikaner nicht, die wollen Jobs und eine gutgehende Wirtschaft und das wird Trump liefern.
Sueme 17.01.2018
4.
Zitat von MartinHsieht so aus, als ob Trump auf dem wichtigsten Gebiet, der Wirtschaft, alles richtig gemacht hat. Die Wirtschaft boomt, es gibt wesentlich höhere Wachstumsraten als zu Obamas Zeiten. Die aus der liberalen Filterblase hochgekochten angeblichen Skandale von Trump interessieren nämlich den Grossteil der Amerikaner nicht, die wollen Jobs und eine gutgehende Wirtschaft und das wird Trump liefern.
Warten wir doch einfach in Ruhe das nächste Haushaltsjahr ab und schauen uns dann mal die Lage an. Einen "Wirtschaftsboom" durch gesenkte Unternehmenssteuern und die dadurch sinkenden Steuereinnahmen sind für eine völlig verschuldete und immer am Rande des Desasters operierende Volkswirtschaft nicht zwingend eine grandiose Idee.
zila 17.01.2018
5. Kaum ein Unterschied
Zitat von MartinHsieht so aus, als ob Trump auf dem wichtigsten Gebiet, der Wirtschaft, alles richtig gemacht hat. Die Wirtschaft boomt, es gibt wesentlich höhere Wachstumsraten als zu Obamas Zeiten. Die aus der liberalen Filterblase hochgekochten angeblichen Skandale von Trump interessieren nämlich den Grossteil der Amerikaner nicht, die wollen Jobs und eine gutgehende Wirtschaft und das wird Trump liefern.
Unter Bush jr. gab's es, wenn ich mich recht entsinne, auch Wachstumzahlen von bis zu 8%. Das war zwar nur der Immobilienblase geschuldet, aber damals war das erstmal beeindruckend. So richtig Boomstimmung kann ich in Nordamerika derzeit eigentlich nicht erkennen. Unternehmen sind sehr zoegerlich mit Investitionen, der Einzelhandel stagniert in guten Teilen (Sears/Kmart, ToyRUs, diverse Klamottenhaendler) und die Vollbeschaeftigung basiert ja nicht gerade auf erstklassigen Jobs. Die Unterschiede fuer den Normalverbraucher sind recht gering zum letzten Jahr und die tolle Steuerreform wird Familien unter 100k$ Jahreseinkommen nicht so umwerfen, wenn die Abschreibungen wegfallen. Dies Jahr wirkt sich das eh noch nicht so aus, erst naechst April dann.
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