Finanzierungsrunde Apple plant Anleihe in Schweizer Franken

Apple hat Bargeldreserven in Höhe von 178 Milliarden Dollar - und trotzdem will sich der Konzern offenbar neues Geld bei Anlegern besorgen. Einem Zeitungsbericht zufolge plant Apple erstmals eine Anleihe in Schweizer Franken.

Apple-Logo (in China): Anleihe statt Steuern
REUTERS

Apple-Logo (in China): Anleihe statt Steuern


New York - Erst eine Woche ist es her, da wurde bekannt, dass Apple über Anleihen 6,5 Milliarden Dollar aufnehmen will und jetzt kommt schon die nächste Sammelaktion. Statt die eigenen Milliardenreserven anzuzapfen, will Apple einem Zeitungsbericht zufolge erneut frisches Geld am Kapitalmarkt einsammeln.

Der Smartphone-Konzern habe Goldman Sachs und Credit Suisse beauftragt, erstmals eine Anleihe in Schweizer Franken auszugeben, meldet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Kreise aus dem Umfeld der Banken. Die Platzierung könne bereits am Dienstag erfolgen. Angestrebter Erlös, Verzinsung und Laufzeiten der Papiere seien noch unklar.

Apple könnte durch das extrem niedrige Zinsniveau in der Schweiz günstig Geld bei Investoren aufnehmen. Die Schweiz gilt an den Finanzmärkten als sicherer Hafen und zieht deshalb internationales Kapital an, das nach Anlagemöglichkeiten sucht. Davon profitieren derzeit auch viele Unternehmen mit ausgezeichneter Bonität, so drehte die Rendite einer kurzfristigen Anleihe der Schweizer Firma Nestlé jüngst ins Negative.

Apple hat seit April 2013 bereits mehr als 35 Milliarden Dollar über Anleihen aufgenommen und sich erst in der vergangenen Woche frische Milliarden besorgt. Der Konzern verwendet die Mittel für von Anlegern eingeforderte Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen. Wirklich nötig hat Apple das Geld kaum: Der Aktienkurs des US-Konzerns ist in den vergangenen zwölf Monaten um 60 Prozent gestiegen, der Gewinn ist auf Rekordhoch und die Geldreserven betrugen zuletzt 178 Milliarden Dollar - die größten weltweit. Verwendet Apple das Geld aber in den USA, würden rund 35 Prozent Steuern darauf fällig.

nck/dpa



insgesamt 50 Beiträge
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Seite 1
kuac 10.02.2015
1. Mutation
Apple muriert langsam von enem Technologieunternehmen zu einem Finanzunternehmen. Seltsam ist, dass Apple trotz des enormen Gewinns, keine anständige Dividende zahlt.
humbahumba 10.02.2015
2. sicher?
"Apple hat Bargeldreserven [sic!] in Höhe von 178 Milliarden Dollar" Wo lagern denn die Abertausende Tonnen von Bargeld? Die müssen ja ganze Lagerhallen füllen.
weißbrot 10.02.2015
3.
Zitat von kuacApple muriert langsam von enem Technologieunternehmen zu einem Finanzunternehmen. Seltsam ist, dass Apple trotz des enormen Gewinns, keine anständige Dividende zahlt.
Apple hat erst unter Cook angefangen überhaupt Dividenden zu zahlen. Solange die Rendite stimmt (Kursgewinn + Dividende) ist das für den Investor auch ziemlich egal.
geo_48 10.02.2015
4. so geht es bergab ...
Anstatt sich der Vorstand um neue Produkte kümmert werden zweifelhafte Finanzgeschäfte getätigt ... die fangen an wie Nokia So geht es mit Sicherheit bergab
weißbrot 10.02.2015
5.
Zitat von humbahumba"Apple hat Bargeldreserven [sic!] in Höhe von 178 Milliarden Dollar" Wo lagern denn die Abertausende Tonnen von Bargeld? Die müssen ja ganze Lagerhallen füllen.
Mit Bargeld sind schnell verfügbare Geldmittel gemeint. Bargeld muss nicht physisch sein. Diese Definition ist veraltet.
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