Biomedizin Apple soll an Diabetes-Sensoren arbeiten

Der amerikanische Tech-Konzern will laut einem Medienbericht im großen Stil in die Medizintechnik einsteigen. Ein geheimes Team von 30 Wissenschaftlern entwickelt demnach Sensoren zur Behandlung von Diabetes.

Apple-Store
REUTERS

Apple-Store


Apple arbeitet nach einem Bericht des Senders "CNBC" an der Entwicklung von Sensoren zur Behandlung von Diabetes. Dazu habe der Tech-Konzern ein Team biomedizinischer Techniker zusammengestellt, die in der Nähe der Unternehmenszentrale in Palo Alto arbeiten sollten, berichtete "CNBC" unter Berufung auf drei Insider. Apple lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Laut dem Bericht sei das Team Teil einer streng geheimen Aktionsgruppe, die bereits vom inzwischen verstorbenen Apple-Mitgründer Steve Jobs geplant worden sei. Die rund 30 Wissenschaftler arbeiten laut "CNBC" daran, Sensoren zu entwickeln, die kontinuierlich den Blutzuckerspiegel überwachen sollen, um Diabetes besser behandeln zu können. Apple arbeitet dem Bericht zufolge an Sensoren, die die Haut unter anderem mit Hilfe von Licht durchdringen. Sie sollen zum Beispiel an der Apple Watch angebracht werden.

Sollte Apple es gelingen solche Sensoren zu entwickeln, wäre das ein großer Durchbruch in der Biomedizin - schließlich sind viele Pharmaunternehmen bislang daran gescheitert ein System zu entwickeln, das es ermöglicht, den Blutzuckerspiegel kontinuierlich zu überwachen und zu regulieren. Unternehmen wie Abbott und Dexcom bieten bereits ähnliche Sensoren an.

Apple hat Cash-Reserven in Höhe von mehr als 200 Milliarden Dollar. Damit kann das Unternehmen wie kein zweites auf der Welt in verschiedene neue Technologien investieren. Apple ist aber nicht der einzige Tech-Konzern aus dem Silicon Valley, der im Bereich der Bioelektronik aktiv ist: Im vergangenen Jahr gaben etwa GlaxoSmithKline sowie der Google-Mutterkonzern Alphabet die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens bekannt. Dieses soll bioelektronische Miniaturprodukte vermarkten, die Patienten eingesetzt werden, um elektrische Nervensignale modifizieren zu können. So sollen chronische Erkrankungen wie Diabetes, Arthritis und Asthma behandelt werden.

Anfang Februar hatte Apple starke Zahlen präsentiert und ist derzeit nach wie vor das wertvollste Unternehmen der Welt.

hej/Reuters



insgesamt 40 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
NonoFurbus 13.04.2017
1. Gibts schon
Libre Freestyle von Abbott. Der Sensor hält 14 Tage. Bitte besser recherchieren.
xwolpertinger 13.04.2017
2. Ein gelungener Anfang wäre es...
Ein gelungener Anfang wäre es wenn bereits existierende und verbreitete Flash-Glucose-Systeme mit diversen i-Devices kompatibel wären. Diese sensoren werden nämlich über NFC-Chips ausgelesen und der Zugriff auf den NFC Leser der iPhones wird bekanntlich für Drittanbieter seitens Apples blockiert. Man merkt also: Wer Cyborg sein will, greift vorerst lieber zu Android
m_s@me.com 13.04.2017
3. Messen und Behandeln
... sind schon zwei sehr unterschiedliche Dinge, insofern ist die Beschreibung etwas irreführend. Wenn Apple es allerdings gelingt, ein Messgerät zu entwickeln, dass ad hoc ohne Blutentnahme oder "pieksen" verlässliche Messwerte liefert, wäre das eine Sensation.
Pfaffenwinkel 13.04.2017
4. So ein Messgerät
wäre angesichts steigender Zahlen von Diabetikern ein Riesengeschäft. Darum geht es doch.
Stefan_G 13.04.2017
5. zu #2
Zitat von m_s@me.com... sind schon zwei sehr unterschiedliche Dinge, insofern ist die Beschreibung etwas irreführend. Wenn Apple es allerdings gelingt, ein Messgerät zu entwickeln, dass ad hoc ohne Blutentnahme oder "pieksen" verlässliche Messwerte liefert, wäre das eine Sensation.
Der Autor ist sicher kein Diabetiker,sonst würde er nicht - kontinuierliche Glucose-Messung - nicht-invasive Glucose-Messung zusammenwerfen und dabei - Glucose-Messung ohne Beteiligung von Blut vergessen. Außerdem scheint ihm die Insulinpumpe zur Behandlung von Diabetes unbekannt zu sein.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.