Bericht über schwache iPhone-Absätze: Apple-Aktie rutscht unter 500 Dollar
Berichte über Absatzprobleme beim iPhone haben offenbar viele Apple-Aktionäre in Panik versetzt. Der Aktienkurs fiel erstmals seit fast einem Jahr unter die Marke von 500 Dollar. Seit September hat der Konzern an der Börse fast 200 Milliarden Dollar an Wert verloren.
New York - Als Apple-Chef Tim Cook im vergangenen September das iPhone 5 vorstellte, war die Welt für die Fans und Aktionäre des legendären Computerkonzerns noch in Ordnung: Das neue Smartphone kam sogar so gut an, dass der Kurs der Apple
-Aktie auf ein neues Rekordhoch von 705 Dollar schoss. Der gesamte Konzern war damals mit rund 660 Milliarden Dollar das wertvollste Unternehmen der Welt.
Doch seitdem haben sich die Aussichten für Apple verdüstert. Bereits im Oktober warnte der Konzern vor sinkenden Margen. Für das abgelaufene vierte Quartal 2012 erwarten Analysten zum ersten Mal seit einem Jahrzehnt einen im Jahresvergleich schrumpfenden Gewinn.
Am Montag kam es für die Apple-Jünger noch dicker: Das amerikanische "Wall Street Journal" und die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichteten, Apple habe wegen geringerer Nachfrage seine Bestellungen für LCD-Bildschirme und andere iPhone-Teile im laufenden Quartal drastisch gesenkt. So sollen nur noch halb so viele Displays geliefert werden wie ursprünglich geplant.
An der Börse sorgte die Nachricht für Entsetzten. Erstmals seit Februar 2012 sank der Aktienkurs unter die Marke von 500 Dollar, wenn auch nur kurzzeitig. Zum Handelsschluss stand ein Minus von 3,6 Prozent. Apple schwieg zu den Berichten und verwies auf die anstehende Präsentation der Quartalsergebnisse am 23. Januar.
"Die Blütezeit ist vorbei"
Seit der Präsentation des iPhone 5 am 21. September hat der Konzern rund 190 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren. "Viele Investoren merken nun, dass die Blütezeit vorbei ist und dass sie Apple wie ein ganz normales Unternehmen betrachten müssen", zitiert die britische "Financial Times" den Börsenhändler Joe Kinahan von der Firma TD Ameritrade.
Das iPhone ist Apples wertvollstes Produkt. Die erste Version hatte der inzwischen verstorbene Konzernchef Steve Jobs 2007 vorgestellt. Seitdem hat das Unternehmen mehr als 270 Millionen Geräte verkauft. Im vergangenen Geschäftsjahr, das Ende September endete, hat der Konzern die Hälfte seiner Umsätze mit dem iPhone gemacht.
Aber zuletzt hatte es selbst für Apple-Fans einige Enttäuschungen gegeben. Hinzu kommt die wachsende Konkurrenz, vor allem durch den südkoreanischen Hersteller Samsung
. Der teilte am Montag mit, er habe von seinen Galaxy-S-Modellen in weniger als drei Jahren 100 Millionen Stück verkauft. Für die gleiche Menge hatte Apple nach dem iPhone-Start 2007 noch fast vier Jahre gebraucht.
Samsung Unternehmen hatte sein erstes Galaxy-S-Modell Ende Mai 2010 auf den Markt gebracht und ist mittlerweile der größte Hersteller von Smartphones.
stk/AP
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