Cupertino - Vierte iPad-Generation, Mini-Tablet, iPhone 5 und neue Mac-Computer: Die Produktoffensive vor Weihnachten bescherte Apple Rekordverkäufe bei iPhone und iPad. Noch nie zuvor wurden so viele der Geräte verkauft.
Auch einen Rekordumsatz konnte der Konzern dadurch erzielen: Er stieg um 18 Prozent auf 54,5 Milliarden Dollar (41 Milliarden Euro). Die Enttäuschung bei den Börsenexperten war trotz der erneut gesteigerten Zahlen groß. Die von Thomson Reuters befragten Analysten waren im Schnitt von Erlösen in Höhe von 54,73 Milliarden Dollar ausgegangen. Im nachbörslichen Handel verlor die Apple-Aktie
zeitweise mehr als zehn Prozent.
Meistverkauftes Produkt ist immer noch das iPhone: Die Smartphone-Verkäufe stiegen im Vergleich zum vergangenen Jahr von 37,0 auf 47,8 Millionen. Die Tablet-Verkäufe nahmen von 15,4 auf 22,9 Millionen zu, wie Apple am Mittwoch berichtete.
Dem Rekordumsatz standen allerdings höhere Entwicklungs-, Fertigungs- und Marketingkosten für zahlreiche neue Produkte gegenüber. Dadurch stagnierte der Gewinn beim bisherigen Rekordwert von 13,1 Milliarden Dollar.
Für das laufende zweite Quartal prognostiziert der Konzern einen Umsatz von 41 bis 43 Milliarden Dollar. Auch dieser Wert liegt wieder unter dem, was die Analysten im Schnitt erhoffen.
Schon vor der Zahlenvorlage hatten sich die skeptischen Stimmen geäußert, ob Apple nicht langsam die Grenzen seines Wachstums erreicht habe. Bei den Mac-Computern gab es tatsächlich einen Verkaufsrückgang von 5,2 auf 4,1 Millionen. Die Zahl der verkauften iPod-Musikspieler fiel weiter von 15,4 auf 12,7 Millionen.
"Wir vertrauen auf unsere kommenden Produkte", erklärte Konzernchef Tim Cook. Erwartet wird unter anderem ein billigeres iPhone. Auch um das Apple TV kreisen immer wieder Spekulationen. Ob und wann neue Geräte erscheinen, ist bei Apple wie immer geheim.
Apple sieht sich auf jeden Fall verstärkter Konkurrenz gegenüber. Als Hauptrivale hat sich Samsung mit seinen Galaxy-Smartphones auf Basis des Android-Betriebssystems herauskristallisiert. Zudem hatte Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 8 für PC, Tablets und Smartphones vorgestellt. Mit dem Surface hat der Software-Primus auch einen eigenen Tablet-Computer herausgebracht. Microsoft wird an diesem Donnerstag Bilanz ziehen.
mia/Reuters/dpa
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