New York - Unternehmen, die weltweit operieren, haben es gar nicht so schwer, ihre Steuern zu optimieren: Der im US-Staat ansässige Technikkonzern Apple beispielsweise nutzt seine Tochterfirmen in Irland oder den Niederlanden, um jedes Jahr legal Milliarden Dollar an Steuern zu sparen. Wie die "New York Times" ("NYT") berichtet, hätten mehr als 70 US-Technologiekonzerne, darunter Apple
, Google
, Yahoo
und Dell
, in den vergangenen zwei Jahren im Durchschnitt ein Drittel weniger Steuern gezahlt als klassische Unternehmen.
So habe Apple zwar seinen Hauptsitz in Kalifornien, das Unternehmen unterhält dem Bericht zufolge aber auch ein kleines Büro in Reno im Staat Nevada, um Gewinne zu verbuchen und Investitionen zu tätigen. In Nevada liege die Körperschaftssteuer bei null Prozent, in Kalifornien wären 8,84 Prozent fällig.
Da IT-Unternehmen einen großen Teil ihrer Umsätze mit digitalen Produkten, Lizenzen und Patenten erwirtschaften, stehen ihnen laut "NYT" mehr Möglichkeiten offen, ihre Gewinne in Staaten mit niedrigen Steuern abzurechnen. Aus den Geschäftsunterlagen von Apple geht hervor, dass das Unternehmen rund 70 Prozent seiner Gewinne im Ausland versteuert.
Ein früherer Volkswirt aus dem US-Finanzministerium, Martin Sullivan, hat ausgerechnet, dass Apple ohne diese Methoden im vergangenen Jahr 2,4 Milliarden Dollar mehr Steuern in den USA hätte zahlen müssen.
Der Technologiekonzern zahlte auf seinen Gewinn von 34,2 Milliarden Dollar weltweit 3,3 Milliarden Dollar Steuern, wie aus dem Zeitungsbericht hervorgeht. Das entspricht einem Steuersatz von 9,8 Prozent - Apple wies in einer Stellungnahme daraufhin, dass sich das Unternehmen bei der Versteuerung seiner Gewinne stets an das Gesetz halte.
nck/dapd
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