San José - Apple lässt nicht locker: Eine Woche nach seinem spektakulären Erfolg im Patentstreit mit Samsung nimmt der amerikanische Konzern weitere Produkte des südkoreanischen Konkurrenten ins Visier. Am Freitag stellte Apple bei einem Gericht im kalifornischen San José den Antrag, vier weitere "Nachahmer-Produkte" von Samsung in den USA zu verbieten. Eines davon ist das Smartphone Galaxy S III.
17 Samsung-Produkte hatte Apple in seiner Klage aufgelistet, die angeblich gegen Apple-Patente verstießen. Nun legte der Konzern eine Liste mit 21 Produkten vor. Erst vor einer Woche hatte eine Jury Samsung wegen des Kopierens von Apple-Designszu einer Zahlung von umgerechnet 835 Millionen Euro verurteilt.
Samsung erklärte indes, Apple wolle die Auswahl für den Verbraucher einschränken. Der US-Konzern versuche, Wettbewerb gerichtlich zu unterbinden. Der südkoreanische Konzern kündigte am Samstag an, die notwendigen rechtlichen Schritte einzuleiten, um sicherzustellen, dass seine Produkte für den amerikanischen Verbraucher erhältlich blieben.
Aber auch Samsung gewinnt zwischendurch mal einen Patentstreit: Erst am Freitag wies ein Bezirksgericht in Japan eine Klage des iPhone-Herstellers gegen den Galaxy-Produzenten ab. Der zuständige Tokioter Richter lehnte die Argumentation von Apple als unzutreffend ab, Samsung habe mit seinen Produkten ein Apple-Patent zur Daten-Synchronisierung auf Mobilgeräten und Computern verletzt.
In ihrem Kampf um die Vorherrschaft auf dem Markt für Mobilgeräte haben sich Apple und Samsung weltweit mit Patentklagen überzogen. Die Amerikaner beschuldigen die Südkoreaner vor allem, den Kassenschlager iPhone kopiert zu haben. Die Asiaten kontern mit Vorwürfen, Apple nutze widerrechtlich Samsung-Technologien.
juh/dapd/Reuters
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