Millionen-Investition: Apple will Mac-Computer wieder in den USA bauen

Zurück zu den Ursprüngen: In den Achtzigern hatte Apple seine ersten Computer in Amerika gebaut, bis die Herstellung nach Asien verlegt wurde. Konzern-Chef Tim Cook will nun wieder vermehrt im eigenen Land investieren.

Apple-Chef Tim Cook: Einige Mac-Computer werden bald wieder in den USA hergestellt Zur Großansicht
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Apple-Chef Tim Cook: Einige Mac-Computer werden bald wieder in den USA hergestellt

New York - "Hergestellt in den USA" - diese Kennzeichnung soll künftig öfter auf Apples Mac-Computern zu finden sein. Konzernchef Tim Cook will 100 Millionen Dollar investieren und die Produktion in den USA ausbauen. Das bestätigte er sowohl dem Magazin "Bloomberg Businessweek" als auch dem Sender NBC.

Bisher hatte das Unternehmen überwiegend in Asien produziert. Der taiwanische Konzern Foxconn erledigt derzeit den größten Anteil der Arbeit. Produkte wie das iPhone und den Tablet-Computer iPad werden in China hergestellt. Nun aber soll eine Reihe der Macintosh-Computer ausschließlich in den Vereinigten Staaten gefertigt werden. Um welches Modell es sich dabei handelt und in welcher Stadt gearbeitet werden soll, verriet der Nachfolger des Apple-Gründers Steve Jobs nicht.

Zudem werde nicht nur die Endmontage ins Heimatland verlagert, sondern auch andere Produktionsschritte. "Das bedeutet nicht, dass Apple das alles selbst machen wird, aber wir werden mit Leuten zusammenarbeiten und wir werden unser Geld investieren", sagte Cook.

Dabei war er es, der von 1998 an als Leiter des operativen Geschäfts ausschließlich auf Zulieferer setzte und so bei Apple eine der effizientesten Produktionsketten in der Branche aufbaute. Im Gespräch mit dem Sender NBC sagte Cook, Apple bemühe sich seit Jahren darum, wieder vermehrt in den Staaten zu produzieren. Apples Plan sei Teil von "konzertierten Bemühungen", die verarbeitende Industrie in den USA wieder zu stärken.

Die Interviews waren die ersten ausführlichen Gespräche von Cook mit Medien, seit er nach dem Tod von Apple-Gründer Steve Jobs vergangenes Jahr an die Konzernspitze gefolgt war.

rit/dpa/AFP

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insgesamt 126 Beiträge
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1. Konsumzombies mit weißen Schnüren in den Ohren
Demokrator2007 06.12.2012
Nachdem Apple früher als Saubermann der Branche galt, hat sich das inzw. ja gewaltig verändert, Erfolg schafft auch Neider. Schlimm wenn die Renditegeilheit das Gift der Neider bei weitem übertrifft und FoxConn ein Ausdruck dafür ist. Ciao DerDemokrator
2. Die paar Macs ...
westerwäller 06.12.2012
... die noch verkauft werden, brauchen keine 100 Millionen Investition. Oder will Apple ein Drittel der Amerikaner mit einem Schraubenzieher ausstatten? Reine PR-Aktion, weil die Amerikaner so langsam auch sauer werde ...
3. Bitte nachmachen!
cash_23 06.12.2012
Ich bin zwar sonst absout kein Sympathisant von Apple und deren Produkten, aber das ist eine tolle und ehrenwerte Aktion von Apple! Und wer könnte besser andere Firmen zum Nachmachen anregen als Apple? Jobs sind das was die Menschen in den USA derzeit am dringendsten brauchen, mit Arbeit können die Menschen wirklich ,,vorwärts" kommen! Nicht durch einen untätigen Präsidenten...
4. Sind die amerikanischen Arbeitslosen jetzt so zahm....
sikasuu 06.12.2012
... das sie sich wie die Foxonleute widerspuchslos für ein paar Dollar aubeuten lassen? . Oder macht es Apple wie früher die Eisenbahnbauer in USA und importiert zu tausenden auch die passenden Chjnesen? . Mal sehen, was dieser nationale Schwenk, "back to the roots" wohl bringt. . Das Betriebsmotto gestylten Elektroschrott ohne Garantie und Reperaturmöglichkeiten zu verkaufen wird wohl nicht umgestossen. . Appel WAR mal eine innovative Firma. Mit einem UNIX konnte man ja auch nicht viel falsch machen. . Heute, na ja....... . Meint Sikasuu
5.
h.hass 06.12.2012
Wer kauft denn noch Macs? Hab ihn meinem Bekanntenkreis noch niemanden getroffen, der sich solche Kisten anschafft. Wenn man dieser Statistik Apfeltalk - Mac-Marktanteile nach Ländern: Apple-Land Schweiz (http://www.apfeltalk.de/forum/content.php?r=1852-Mac-Marktanteile-nach-Laendern-Apple-Land-Schweiz) glauben darf, gibt es außerhalb der USA fast niemanden, der sich dieses Equipment ins Haus holt. Und die 14 % in den USA sehen auch nicht gerade berauschend aus. Dass die Kisten schweineteuer sind, versteht sich vermutlich von selbst.
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