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Steuer-Deal: Apple zahlt 318 Millionen Euro an italienischen Fiskus

Apple-Logo an Geschäft in New York: Deal mit Italiens Steuerbehörden Zur Großansicht
REUTERS

Apple-Logo an Geschäft in New York: Deal mit Italiens Steuerbehörden

Niederlage für Apple: Der iPhone-Konzern muss 318 Millionen Euro an italienische Steuerbehörden zahlen, um Ermittlungen wegen angeblich nicht deklarierter Einnahmen zu entgehen.

Apple hat sich mit dem italienischen Fiskus auf einen Deal geeinigt. Der US-Technologiekonzern werde 318 Millionen Euro überweisen, teilte die italienische Steuerbehörde am Mittwoch mit. Das Unternehmen bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Zeitung "La Repubblica", wollte sich aber nicht zu weiteren Einzelheiten äußern.

Die Steuerbehörden in Italien hatten Apple beschuldigt, in den Jahren 2008 bis 2013 Körperschaftsteuer in Höhe von fast 880 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Die Umsätze des Unternehmens hätten regelmäßig die Milliardenmarke überschritten, gleichzeitig habe Apple aber nur gut 30 Millionen Euro an Steuern abgeführt, so der Vorwurf. Apple hatte stets beteuert, dass die Anschuldigungen der Italiener "vollkommen ohne Grundlage" seien.

Der iPhone-Bauer war zuletzt immer wieder wegen Steuertricks in die Schlagzeilen geraten. Der Konzern hatte mit Hilfe mehrerer Tochterfirmen über viele Jahre Einnahmen in Länder mit besonders günstigen Steuerkonditionen verschoben - legal, aber zum Schaden europäischer Staaten. Andere US-Konzerne hatten lange dieselbe Praxis verfolgt. Die EU-Kommission versucht solche sogenannten tax rulings nun zu stoppen.

So rechnete Apple seine Steuerlast klein

ssu

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 58 Beiträge
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1. Tausche 880 Mio.......
dschungelmann 30.12.2015
gegen 310 mio. Super deal. Hoch kriminelle Handlungen lohnen sich fuer unangreifbare Konzerne offensichtlich. Strafen gibts auch nicht. Standardsystem in allen Laendern offensichtlich. Da kann der Buerger nur dumm schauen oder langsam zur Waffe greifen. Dieses Dreckssystem widert mich nur noch an. Macht kaputt was euch kaputt macht!!!! Das ist doch ein Tritt ins Gesicht jeden Steuerzahlers!!!
2. na endlich!
Melange 30.12.2015
Die zunehmenden sozialen Missstände werden sich nur über Steuermaßnahmen beseitigen lassen, jedoch nicht durch Sozialleistungen. Das heißt: Das beste Mittel gegen Altersarmut und gegen Arbeitslosigkeit liegt in der brutalen Besteuerung der Konzerne und des brachliegenden (Immobilien)-Vermögens. Wie bitte, Apple würde dann nicht mehr in Deutschland verkaufen? Wer diesen Markt will, der soll auch ordentlich Steuern zahlen.
3. Ich hoffe...
wolfgangreusch 30.12.2015
... das BMF nimmt spätestens das zum Anlass, die Brüder Apple, Amazon etc. unter Druck zu setzen...
4. Eine halbe Milliarde Gewinn......
dschungelmann 30.12.2015
durch hochkriminelle Handlungen OHNE jede Strafe? Das ist einfach unglaublich! Apple steckt sich 500 Mio INTALIENISCHER Steuergelder ein und laeuft laechelnd weg? Das ist einfach unglaublich. Da gehoeren die Finanzbeamten in die selbe Zelle wie wie die Apple Leute. Beukottiert diese Drecksaecke!
5.
blurps11 30.12.2015
Zitat von dschungelmanngegen 310 mio. Super deal. Hoch kriminelle Handlungen lohnen sich fuer unangreifbare Konzerne offensichtlich. Strafen gibts auch nicht. Standardsystem in allen Laendern offensichtlich. Da kann der Buerger nur dumm schauen oder langsam zur Waffe greifen. Dieses Dreckssystem widert mich nur noch an. Macht kaputt was euch kaputt macht!!!! Das ist doch ein Tritt ins Gesicht jeden Steuerzahlers!!!
Italien ist als Markt einfach viel zu klein, um Konzernen wie Apple glaubhaft Konsequenzen anzudrohen. Genau deshalb braucht es ja eine koordinierte europäische Fiskalpolitik und entsprechende Organe zu deren Durchsetzung. Allein kann sich selbst Deutschland als größte europäische Volkswirtschaft nicht gegen solche Methoden wehren. ( Natürlich müsste dazu auch der Wille da sein, die Steuerzahler, die Volkswirtschaft und den Staat als solchen zu schützen, anstatt das nur für Kleinstgruppen mit viel Einfluss zu versuchen, siehe das lächerliche "Leistungsschutzrecht" ).
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