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Arbeitnehmer-Umfrage: Die meisten Deutschen halten ihre Stellen für sicher

Handwerker bei der Arbeit (Archivbild): Die meisten Beschäftigten sind optimistisch Zur Großansicht
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Handwerker bei der Arbeit (Archivbild): Die meisten Beschäftigten sind optimistisch

Die große Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer ist optimistisch, was ihre berufliche Zukunft angeht. Einer Umfrage zufolge halten zwei von drei Beschäftigten einen Jobverlust oder eine Entlassung für "überhaupt nicht wahrscheinlich".

Angesichts des anhaltenden Wirtschaftswachstums und hoher Beschäftigung sind sich die deutschen Arbeitnehmer ihrer Arbeitsplätze offenbar sehr sicher. Einer aktuellen Umfrage zufolge gehen rund zwei Drittel der Befragten davon aus, dass sie in den nächsten zwölf Monaten nicht entlassen werden. Weitere 28 Prozent halten eine Entlassung für "nicht sehr wahrscheinlich".

Nach den Zahlen des Beratungsunternehmens Gallup, die der Nachrichtenagentur dpa vorliegen, halten es nur jeweils drei Prozent der Befragten für "ziemlich wahrscheinlich" oder "sehr wahrscheinlich", ihre Arbeitsstelle zu verlieren.

"Der Arbeitsmarkt verändert sich zunehmend zugunsten der Bewerber", sagt Gallup-Studienleiter Marco Nink. Unternehmen bräuchten heute länger, um freie Stellen zu besetzen. Das spiegele sich in der gefühlten Arbeitsplatzsicherheit der Beschäftigten wider.

Anrufe bei 1000 Arbeitnehmern

Für die repräsentative Umfrage hatte Gallup im November und Dezember 1000 erwachsene Arbeitnehmer angerufen, die Frage lautete: "Im Hinblick auf die nächsten zwölf Monate, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihre Arbeitsstelle verlieren oder entlassen werden?".

Die in das Ergebnis eingerechneten Antwortmöglichkeiten lauteten "sehr wahrscheinlich", "ziemlich wahrscheinlich", "nicht sehr wahrscheinlich" und "überhaupt nicht wahrscheinlich". Gallup hat dieselbe Frage seit 2001 zwölfmal gestellt; nur 2013 war die Zuversicht ebenso groß.

Darüber hinaus ging es um die Gesamtsituation der Wirtschaft. Mit insgesamt 58 Prozent halten die meisten Befragten die Wirtschaftslage für "gut" oder "hervorragend". Nur sechs Prozent der Befragten halten sie für schlecht, 37 Prozent entschieden sich aber für die vierte Antwortoption, "nur mittelmäßig".

Auf die dritte Frage "Denken Sie, dass die Wirtschaftslage im Land zurzeit im Großen und Ganzen besser oder schlechter wird?", antworteten 35 Prozent mit "wird besser" und 16 Prozent mit "unverändert". Knapp die Hälfte der Befragten rechnet damit, dass die Lage schlechter wird.

mbö/dpa

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insgesamt 48 Beiträge
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1. Alleine wegen
karmasadist 09.01.2016
Industrie 4.0 werden Zehntausende ihren Job verlieren... Und da ist noch net Selbstfahrende Autos, KI, und sprachroboter eingerechnet... wer heute noch glaubt er sei unersetzbar ist einfach nur naiv. Aber wir werden in 10-20 Jahren sehen wie es gelaufen ist!
2.
doedelheimer 09.01.2016
Hm, hat sich jemand mal die Mühe gemacht, und Arbeitslose dazu befragt? Wieviele von denen dachten auch, sie wären unersetzlich? Insofern frage ich mich, was diese Nichtinformation bezwecken soll - gute Stimmung verbreiten? Nee, Leute, einlullen ist nicht sinnvoll; jeder muß versuchen, abzuschätzen, wie sich die Situation entwickelt, und v.a. in die eigene Weiterbildung investieren... und in die Einstellung zum Arbeit"geber" - weg von der teutonischen Nibelungentreue hin zu einem ameriko-asiatischem Söldnerverständnis (und, ja, da steckt "Sold" drin => der moderne intellektuelle Proletarier geht dahin, wo der Netzeffekt aus "macht Spaß" und "bringt Kohle" optimal ist - da sieht es für deutsche Firmen oftmals nicht sehr gut aus, da diese v.a. glauben, promovierte Akademiker für 'n Appel und 'n Ei bekommen zu können...)
3. Genau dieser Meinung war ich auch,
karljosef 09.01.2016
"unkündbar", bis die entsprechende Firma Konkurs anmeldete. Meine Meinung wurde daraufhin etwas korrigiert...
4. Toll
LorenzSTR 09.01.2016
In den Villenvierteln und Loftquartieren hat auch niemand Angst um das Dritt- und Viertauto, das Konto in der Schweiz und das geerbte Feriendomizil. Uns geht es allen prima. Die Millionen prekär Beschäftigten, die Millionen Arbeitslosen, die steigende Armut - wen juckt´s?
5. Die meisten Deutschen halten ihre Stellen für sicher
nic 09.01.2016
bis die Kündigung kommt. Leute bei dem Thema nach ihrem Gefühl zu Fragen ist eigenartig.
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