Artensterben: Französisches Gericht verurteilt Ikea wegen Umweltsünden
Das schwedische Möbelunternehmen Ikea muss in Frankreich eine Geldstrafe zahlen: Weil beim Bau eines Zentrallagers der Lebensraum von mehreren geschützten Arten zerstört wurde, sind 30.000 Euro fällig.
Aix-en-Provence - Ein Gericht im südfranzösischen Aix-en-Provence hat Ikea Frankreich schuldig gesprochen: Das Möbelunternehmen soll beim Bau eines riesigen Lagers in der Hafenstadt Marseille mehrere geschützte Blumen-, Vogel- und Reptilienarten "zerstört" haben. Umweltschutzorganisationen hatten gegen das Unternehmen geklagt, nachdem es 2008 mit dem Bau der 65.000 Quadratmeter großen Lagerhalle begonnen hatte.
Es sei "das erste Mal", dass Ikea wegen so etwas verurteilt werde, sagte Pressesprecher Pierre Deyries. "Wir bedauern diese Situation sehr." Das Unternehmen sei "ständig" darum bemüht, möglichst wenig Schaden anzurichten.
Ikea hatte sein Zentrallager für die europäischen Möbelhäuser bis vor kurzem in der spanischen Hafenstadt Barcelona. Mittlerweile kommen die Waren aus Südostasien im neuen Zentrallager in Fos-sur-Mer an, das zum Hafen von Marseille gehört. In Frankreich hat das schwedische Unternehmen 26 Möbelhäuser.
wit/AFP
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