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Artur Fischer: Erfinder des Fischer-Dübels ist tot

Der Patentekönig und Erfinder Artur Fischer ist im Alter von 96 Jahren gestorben. Er hatte den Fischer-Dübel und die Fischertechnik-Baukästen entwickelt.

Erfinderkönig: Der Ideen-Fischer Fotos
DPA

Der Erfinder Artur Fischer ist tot. Wie sein Sprecher am Freitag bestätigte, starb er im Alter von 96 Jahren. Fischer wurde mit seinen Kunststoffdübeln und dem Fischertechnik-Baukasten weltweit bekannt.

Fischer wurde in Waldachtal-Tumlingen im Schwarzwald geboren, dort lebte er auch bis zum Schluss. Nach Realschulabschluss und Schlosserlehre musste der junge Mann zunächst in den Krieg. Die Erfindung des Synchronblitzes für den Fotoapparat ermöglichte ihm den Aufbau einer eigenen Firma, die er 1948 in seiner Schwarzwald-Heimat gründete.

Zehn Jahre später gelang ihm mit dem Dübel der nächste Coup. Fischer schuf auch Stahlanker, Bohrgeräte und zementgebundene Befestigungen. Mehr als 1100 Patente und Gebrauchsmusteranmeldungen gehen auf sein Konto.

Auch im hohen Alter machte er sich noch fast jeden Tag Gedanken darüber, mit welchen neuen Entwicklungen er die Welt beglücken könnte. Das Europäische Patentamt zeichnete ihn 2014 mit dem Erfinderpreis in der Kategorie Lebenswerk aus.

"Was Bill Gates für den Heimcomputer war, ist Artur Fischer für den Heimwerker", schrieb der SPIEGEL Anfang 2015 über den Multi-Erfinder.

ade/dpa

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