Bertelsmann-Tochter Achim Berg verlässt Arvato

Sein Wechsel von Microsoft zur Bertelsmann-Tochter war ein Personal-Coup. Doch nach nur zwei Jahren scheidet Achim Berg auf eigenen Wunsch wieder bei Arvato aus. Ein Nachfolger steht bereits fest.

Manager Berg: Seit April 2013 an der Spitze von Arvato
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Manager Berg: Seit April 2013 an der Spitze von Arvato


Der Medienkonzern Bertelsmann und Vorstandsmitglied Achim Berg gehen getrennte Wege. Laut einer Mitteilung des Konzerns verlässt der Manager das Unternehmen auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkung.

Berg stand seit April 2013 an der Spitze des Tochterunternehmens Arvato - zuvor war er einer der Top-Manager bei Microsoft gewesen. Sein Wechsel war damals ein Personal-Coup, der Vertrag des 51-Jährigen wäre noch bis 2016 gelaufen.

Nachfolger an der Spitze von Arvato wird Fernando Carro. Der 50-Jährige war bislang für das Spanien- und Südamerikageschäft verantwortlich und wickelte das Buchclubgeschäft ab. Der Dienstleister Arvato ist mit einem Umsatz von 4,6 Milliarden Euro nach der RTL-Group mit 5,8 Milliarden Euro der zweitwichtigste Erlösbringer für Bertelsmann. Der Konzern vermeldete für 2014 einen Gesamtumsatz von 16,7 Milliarden Euro.

Verbunden mit der Personalie ist auch eine Umstrukturierung. Konzernchef Thomas Rabe streicht bei Arvato die Vorstandsebene. Einige Bereiche werden in Zukunft von der Bertelsmann-Zentrale in Gütersloh mitbearbeitet. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter, die zum Konzern wechseln oder andere Aufgaben bei Arvato übernehmen.

Carro rückt als neuer Arvato-Geschäftsführer für Berg in den Bertelsmann-Vorstand. Weiterhin unbesetzt ist dort die Position des Finanzchefs. Die Arbeit wird aktuell von Thomas Rabe erledigt. Er kündigte für die zweite Jahreshälfte eine Lösung für die Nachfolge von Judith Hartmann an. Sie hatte Anfang 2015 das Unternehmen verlassen.

"Ich bin betrübt, dass drei extern besetzte Positionen im Vorstand nicht funktioniert haben", sagte Thomas Rabe zum Abschied von Achim Berg. 2013 hatte Thomas Hesse den Bertelsmann-Vorstand verlassen. Er frage sich schon, so Rabe, warum Externe es so schwer haben in Gütersloh.

brk/dpa



insgesamt 3 Beiträge
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Hartmut Schwensen 09.07.2015
1. @Herr Rabe - kleiner Tipp
"Er frage sich schon, so Rabe, warum Externe es so schwer haben in Gütersloh." Kleiner Tipp: Es liegt nicht an den Externen, fängt mit "G" an und hört mit "ütersloh" auf! Denn dort sitzt bekanntlich auf jedem Baum ein Controller.
miyu82 10.07.2015
2. ob es daran liegt ...?
Fakt ist das in GT und besonders bei Bertelsmann und Arvato vieles über Vitamin B läuft. Daher ist es zum einen für Externe schwer in die Firmen rein zu kommen aber auch sich dann zu halten. Häufig wird schnell und gerne an Stühlen gesägt.
dickebank 10.07.2015
3. Vitamin B?
Zitat von miyu82Fakt ist das in GT und besonders bei Bertelsmann und Arvato vieles über Vitamin B läuft. Daher ist es zum einen für Externe schwer in die Firmen rein zu kommen aber auch sich dann zu halten. Häufig wird schnell und gerne an Stühlen gesägt.
Seit wann enthalten Mohn-Produkte Vitamin B? Mohn macht nur auf Dauer abhängig. Diejenigen, die auf Entzug sind, müssen die Unternehmensgruppe eben entlassen.
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