Computerspielpionier: Atari meldet in den USA Insolvenz an

Mit "Pong" und "Asteroids" wurde er berühmt, jetzt hat der legendäre Computerspielhersteller Atari für sein US-Geschäft Insolvenz angemeldet. Die Firma soll nun mithilfe neuer Investoren saniert werden und hofft auf eine Zukunft mit mobilen Spielen.

Atari-Logo: Blütezeit in den Achtzigern Zur Großansicht
REUTERS

Atari-Logo: Blütezeit in den Achtzigern

New York - Es ist eine der legendärsten Marken der Computerspielindustrie, noch im vergangenen Jahr feierte sie 40-jähriges Jubiläum. Nun aber hat der Computerspielpionier Atari einen Insolvenzantrag für sein Geschäft in den USA gestellt. Die US-Tochter Atari Inc. und drei weitere Firmen reichten die entsprechenden Unterlagen am späten Sonntag (Ortszeit) in New York ein.

Das Unternehmen, das mit Spielen wie "Pong" oder "Asteroids" einst an den Anfängen des Computerspiel-Zeitalters stand, will sich jetzt unter Schutz vor seinen Gläubigern sanieren. Atari kämpfte nach der Blütezeit in den achtziger Jahren schon lange mit Problemen.

Nach Angaben der "Los Angeles Times" ist geplant, das US-Geschäft von der französischen Mutterfirma abzutrennen und mit dem Geld neuer Investoren eigenständig fortzuführen. Die Zukunft von Atari solle dann unter anderem in mobilen Spielen liegen. Es seien bereits mehrere Millionen Dollar für die Fortführung des Geschäfts gesichert worden. Atari macht einen Großteil des Geschäfts in den USA, hatte aber den Konzernsitz in Europa und ist an der französischen Börse notiert.

dab/dpa

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1. Das ist doch gar nicht mehr Atari ...
MaxHeadram 21.01.2013
... sondern der französische Spiele-Publisher Infogrames, der einfach nur die Rechte an der Marke "Atari" erworben und entsprechend umfirmiert hat. Mit den Spielekonsolen der 80er Jahre haben die nichts zu tun.
2.
verpiler 21.01.2013
Zitat von sysopREUTERSMit "Pong" und "Asteroids" wurde er berühmt, jetzt hat der legendäre Computerspielhersteller Atari für sein US-Geschäft Insolvenz angemeldet. Die Firma soll nun mithilfe neuer Investoren saniert werden und hofft auf eine Zukunft mit mobilen Spielen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/atari-meldet-in-den-usa-insolvenz-an-a-878715.html
Interessant, dass so ein "Name", der Computergeschichte geschrieben hat, einfach in der Versenkung der Geschichte untergegangen ist.
3. optional
peter86167 21.01.2013
Naja, aber mit dem Entwickler von Pong und den bekannten Videospielkonsolen hat die heutige Firma Atari nur nur den Namen gemein. Die Namensrechte haben x-mal den Besitzer gewechselt, über Warner und Hasbro zu Infogrames. Der französische Publischer hat dann statt seines eigenen den bekannteren Namen "Atari" für seine Computerspiele verwendet. Aber angesichts der Bekanntheit des Namens wird sich sicher irgendeine Firma finden, die die Namensrechte aus der Insolvenzmasse kauft und die Marke weiterführt ...
4. Dr.
Redigel 21.01.2013
Zitat von sysopREUTERSMit "Pong" und "Asteroids" wurde er berühmt, jetzt hat der legendäre Computerspielhersteller Atari für sein US-Geschäft Insolvenz angemeldet. Die Firma soll nun mithilfe neuer Investoren saniert werden und hofft auf eine Zukunft mit mobilen Spielen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/atari-meldet-in-den-usa-insolvenz-an-a-878715.html
ATARI ist klinisch tot. Der Name steht eigentlich mittlerweile für unfertige Spiele und/oder Trash. Ohne den Namen mit Portfolio auszustatten, wird das NICHTS. Atari selbst hat auf dem PC-Gamingbereich nichts mehr vorzuweisen. Wer potentielle Marken wie Fahrenheit nicht pflegt oder an sich gute Spiele halbfertig und verbuggt (Boilling Point) auf den Markt wirft, der geht zurecht pleite. Und diese ganzen Namco Bandai Games sind defintiv keine finanziellen Zugpferde, im Gegenteil passend zu Ataris angestaubten Image: Stehen geblieben in der Zeit...
5. Atari steht auch...
stubborn 21.01.2013
...für den "ST", den damals besten Heimcomputer, für diejenigen, die sich keinen Macintosh leisten konnten. Legendär die DesktopPublishing-Software Calamus, die fast QuarkXpress Qualitäten hatten oder diese z.T. übertraf für einen Bruchteil des Preises. Außerdem: die erste externe Festplatte, der erste bezahlbare Laserdrucker etc. Leider an die Wand gefahren von einem unfähigen Management
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