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Karrieren: Früherer Azubi des Atlantic-Hotel kehrt als Chef zurück

Hotel-Manager Esposito: Geborener Hamburger leitet Hamburger Institution Zur Großansicht
Hotel Atlantic Kempinski Hamburg

Hotel-Manager Esposito: Geborener Hamburger leitet Hamburger Institution

In den Achtzigerjahren machte Franco Esposito seine Ausbildung zum Hotelkaufmann im Hotel Atlantic - nun ist er Chef der Fünf-Sterne-Superior-Herberge, in der Udo Lindenberg seit mehr als 20 Jahren wohnt.

Es ist eine Karriere wie aus dem Lehrbuch: Franco Esposito, 52, ist zum neuen Chef des Atlantic Kempinski Hamburg ernannt worden. Den Job lernte er einst von der Pike auf - am selben Ort. Von 1983 bis 1985 absolvierte er seine Ausbildung zum Hotelkaufmann in der Fünf-Sterne-Superior-Herberge an der Hamburger Alster.

Esposito bezeichnete es als Privileg, "als geborener Hamburger Teil des Atlantics, seiner Geschichte und seiner Zukunft zu werden". Der Manager war zuvor bereits für Unternehmen wie Marriott, Sheraton, Oberoi und Kempinski tätig gewesen. Auch ein anderes Hamburger Nobelhotel hat er schon geleitet: das Elysée an der Rothenbaumchaussee.

Esposito folgt auf den gebürtigen Stuttgarter Peter Pusnik, der das Atlantic sieben Jahren geführt hatte.

Das Hotel Atlantic Kempinski Hamburg wurde im Jahr 1909 als Grandhotel für Erste-Klasse-Passagiere von Luxuslinern eröffnet. Der denkmalgeschützte Hotelkomplex gilt als ein Wahrzeichen der Hansestadt Hamburg und ist eines der letzten Grandhotels in einer deutschen Metropole.

1997 fungierte die Nobelherberge als Schauplatz des James-Bond-Klassikers "Der Morgen stirbt nie". Prominentester Dauergast ist der Musiker Udo Lindenberg, der seit mehr als 20 Jahren im Atlantic Hotel wohnt.

Hotel Atlantic: Das weiße Prachthotel an der Alster ist eine echte Hamburger Institution.

Sandfarbene Decke, Teppich mit Leopardenmuster: Das erste Stockwerk des sanierten Haupthauses ist dem afrikanischen Kontinent gewidmet. Von hier aus gingen Gäste an Bord der ersten Luxusliner, viele von ihnen schliefen zuvor eine Nacht im Atlantic.

Blauer Brokatstoff, Silberornamente: Die Farbwelt im zweiten Stockwerk soll an die Belle Époque in Europa erinnern.

In den Bädern dominiert italienischer Marmor.

Eröffnung des Atlantic: Nach zweijähriger Bauzeit wurde das Hotel am 2. Mai 1909 in bester Alsterlage eröffnet. Zielgruppe waren die Erste-Klasse-Passagiere berühmter Luxusliner. Schon am ersten Wochenende nach der Eröffnung waren alle Betten belegt.

Wintergarten des Hotels (1926): In den Zwanzigerjahren traf sich die Hamburger Gesellschaft zum Tanzvergnügen.

Josephine Baker in den Fünfzigern: Wenn sich die Sängerin wegen einer ihrer Bühnenshows in Hamburg aufhielt, übernachtete sie stets in dem Prachthaus an der Alster. Besonders oft war sie in den Dreißigerjahren zu Gast, aber auch nach dem Krieg kehrte sie gerne in die Hansestadt zurück. Bei einem ihrer Besuche stieg die legendäre Tänzerin hinauf zur Weltkugel aufs Dach des Hotels und blickte hinunter auf die Stadt, die ihr so oft zu Füßen gelegen hatte.

1955 in Hamburg zu Gast: Reza Pahlavi, Schah von Persien (r.), und seine Gattin, Kaiserin Soraya

1966 ist Willy Brandt zu Gast im Atlantic: Der ehemalige Hoteldirektor Oscar H. Geyer begrüßt den damaligen Bürgermeister von Berlin.

Hans Albers: Seine Fans forderten den Sänger schon mal dazu auf, "La Paloma" oder "Auf der Reeperbahn nachts um halb eins" anzustimmen. Eines Abends im Jahr 1957 begleitete ihn der berühmte Schlagerkomponist Michael Jary ("Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh'n", "Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern").

Großer Festsaal um 1913: Für Konferenzen und gesellige Versammlungen bot der Prunksaal eine elegante Kulisse.

ssu

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insgesamt 21 Beiträge
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1. Ein Aufstieg vom Azubi zum Chef,
Andreas1979 05.01.2016
das ist doch echt klasse und sollte ein Ansporn für alle sein, dass man mit Fleiß, Disziplin und Ehrgeiz alles erreichen kann, nicht nur im Film, sondern auch im wahren Leben.
2.
citi2010 05.01.2016
Also - wenn ich es mir leisten könnte würde ich auch auf alles andere verzichten und dauerhaft in einem Hotel leben. Dazu vielleicht noch ein kleines Büro in der Nähe. Udooo macht alles richtig.
3. Allein der Nuscheler Udo Lindenberg würde mich ...
kopp 05.01.2016
... schon davor abhalten, hier zu übernachten.
4. Respekt und Gratulation
watch15 05.01.2016
wenigstens hier einmal eine Führungskraft die weiß, was die Angestellten leisten (müssen) und die den Laden nicht nur aus der Theorie kennt.
5. Betrieb
Tante_Frieda 05.01.2016
Zitat von kopp... schon davor abhalten, hier zu übernachten.
Mich nicht.Schon mal davon gehört:Die Kunst eines Luxushotels besteht u.a. auch darin,den Betrieb so zu organisieren,dass man sich nicht gegenseitig auf die Füße tritt.Auch darin unterscheidet es sich von einer billigen Pension.
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