Kurswechsel Audi will neuen A8 mit Porsche und Bentley bauen

Audi-Chef Rupert Stadler ändert die Strategie: Wichtige Modelle werden künftig nach SPIEGEL-Informationen nicht mehr alleine entwickelt - sondern mit Porsche, Bentley und vielleicht sogar VW.

Audi A8
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Audi A8


Bislang war es der Stolz der Audi-Techniker, möglichst viele Modellreihen selbst zu entwickeln. So ist der neue A8 eine Eigenentwicklung, während parallel dazu die Konzernmarken Porsche und Bentley eigene Spitzenmodelle konstruierten.

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Heft 42/2016
Jaber Albakr, eine Heldentat und das Versagen der Justiz

Audi-Chef Rupert Stadler will das nach Informationen des SPIEGEL ändern. Die nächste Generation des A8 wird auf Basis eines gemeinsamen Baukastens mit Porsche und Bentley entstehen. Das Top-Modell soll ein Elektrofahrzeug werden. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Die engere Zusammenarbeit soll auch auf weitere Modellreihen ausgeweitet werden. Falls Audis Sportwagen R8 überhaupt noch einen Nachfolger erhält, dann auf Basis des Porsche 911. Geprüft wird auch, ob der nächste A4 auf dem Baukasten des Volkswagen Passat entsteht.

Sparen will Stadler auch bei anderen Investitionen. So wird der Bau eines neuen Windkanals und einer neuen Crashtest-Anlage verschoben.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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insgesamt 40 Beiträge
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Seite 1
coyote38 14.10.2016
1. Etikettenschwindel
Also betreiben die deutschen Premiumhersteller künftig den gleichen Etikettenschwindel, wie die US-amerikanischen Autobauer, wo ein und dasselbe Auto nahezu baugleich mit drei verschiedenen Kühlergrills von drei unterschiedlichen Herstellern angeboten wird.
mattoregiert 14.10.2016
2. Mit
Reinem E-Antrieb versteht sich !!
alienfreak 14.10.2016
3.
VW baut halt keine Längsmotorfahrzeuge mehr. Da müsste man die Architektur selbst bezahlen. BMW schafft das. Audi baut dann einen Quermotor A4 und einen A8 als Längsmotor....
uskok1530 14.10.2016
4.
Zitat von coyote38Also betreiben die deutschen Premiumhersteller künftig den gleichen Etikettenschwindel, wie die US-amerikanischen Autobauer, wo ein und dasselbe Auto nahezu baugleich mit drei verschiedenen Kühlergrills von drei unterschiedlichen Herstellern angeboten wird.
Nein, sondern eher so wie es bei der VAG z. B. mit der MQB Plattform abläuft. 43 Modell werden zur Zeit auf Basis des MQB gebaut. Trotzdem entsteht ja nicht wirklich einheitsbrei. Selbst die "Brüder". Seat Leaon, VW Golf und Skoda Octavia sind doch recht eigenständige Autos wie auch z. B. der VW Tiguan, Seat Ateca und auch der Skoda Kodiak auf die MQB setzten. Das jetzt auch ein Audi TT RS auf der Plattform aufbaut dürften nicht viele vermuten. Zum Beispiel beim A4, A5, A6 und A8 geht aber Audi bis jetzt einen komplett eigenen Weg obwohl dort sowas ein eine MRB Plattform sinnvoll wäre bzw. der aktuelle Passat oder Skoda Superb zeigen, dass der A4 auch auf der MQB stehen könnte. Vorteil sind eben deutlich geringere Kosten, schnellere etablierung von neuen Techniken usw. Auch gerade in Richtung von E-Mobilität wären ein einheitlicher Baukasten und Standards auch für die Kunden wichtig (Schnellade Technik, Akku Tausch usw.). Die US Hersteller mach dagegen oft wirklich nur "umfirmierung" von absolut identischen Fahrzeugen.
premstar_pill 14.10.2016
5.
Zitat von mattoregiertReinem E-Antrieb versteht sich !!
wieso sollte Audi ein Auto bauen das niemand kauft? Interessant wäre eher ein kompressoraufgeladener V12 Diesel oder irgendwas ähnlich aus der Masse herausragendes.
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