Smartphone-Technik fürs Auto Google und Audi planen Kooperation

Google und Audi planen das Auto der Zukunft: Laut "Wall Street Journal" soll der IT-Konzern Fahrzeuge des deutschen Autobauers mit seinem Betriebssystem Android ausstatten. Google versucht so, in einem lukrativen Zukunftsmarkt mit Apple gleichzuziehen.

Google-Maps-Dienst bei Audi: Smarte Technik für das Auto
Audi

Google-Maps-Dienst bei Audi: Smarte Technik für das Auto


Hamburg - Google und Audi planen laut "Wall Street Journal" eine groß angelegte Kooperation. Unterhaltungs- und Informationssysteme in den Fahrzeugen sollen demnach künftig mit dem Google-Betriebssystem Android laufen. Kommende Woche wollen die Konzerne ihre Zusammenarbeit auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas offiziell vorstellen, berichtet die Zeitung.

Konkret gehe es um Musik, Navigation, Apps und andere Services, die Kunden von ihrem Smartphone kennen. Diese mobilen Dienste im Fahrzeug sind laut einer Studie des US-IT-Dienstleisters Accenture ein immer wichtigeres Argument beim Neuwagenkauf. Für 48 Prozent der Autofahrer in Deutschland seien elektronische Assistenzsysteme und die Informations- und Unterhaltungselektronik inzwischen sogar bedeutsamer als die Fahrleistungen.

Bereits jetzt setzt Audi in seinen Fahrzeugen auf ausgewählte Google-Anwendungen. So navigieren beispielsweise ein Großteil der Fahrzeuge bereits mit Hilfe von Google Earth und Google Street View. Mit seinem Vorstoß versucht Google zu Konkurrent Apple aufzuschließen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Google-Rivale seine Zusammenarbeit unter anderem mit General Motors, Daimler und BMW verkündet.

jks/mhu/dpa

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 14 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Gerüchtsvollzieher 30.12.2013
1. Anstatt sich...
endlich um bessere Qualität (Lenkung, Sitze) und vor allem bessere Kundenbetreuung zu kümmern, setzt Audi also lieber auf die Zusammenarbeit mit der NSA. Die Kundenzufriedenheit beim selbsternannten Premium-Hersteller wird sicher noch weiter steigen...
aussieman 30.12.2013
2. demnächst dann kein Audi mehr...
wenn ich dann noch während der Fahrt im Navi auf von Google eingeblendete Werbeanzeigen bekomme, die Google durch mein Fahrverhalten, Zielorte, Musikauswahl etc. für mich ausgesucht hat. Ich mlchte nicht vom Autohersteller zu Android gezwungen werden.
Dr.Fuzzi 30.12.2013
3. Och Joh!
Abgesehen davon, das es reichlich abstrus ist, mit der Datenkrake Google und deren Servern im für Nicht-US-Bürger absolut rechtsfreiem NSA Land zusammenzuarbeiten, ist es mehr als an der Zeit gesetzlich verpflichtend einzugreifen, um eine Bedienung dieser überwiegend komplexen Systeme während der Fahrt nachweisen zu können. Dann wäre zumindest die Schuldfrage bei Unfällen leichter zu ermitteln. Es nervt bereits heute massiv, wenn diese ach so smarten Zeitgenossen an den Ampeln permanent "pennen", im fahrenden Betrieb völlig unmotiviert ihre Geschwindigkeit oder gar die Umgebung geradezu "vergessen".
gorkamorka 30.12.2013
4.
Ich möchte im Auto nicht Software dieser Amerikanischen NSA Firma einsetzen. Wenn die das wirklich machen bei Audi werde ich mir statt dessen einen BMW als nächsten Dienstwagen holen.
van der Laan 30.12.2013
5. Kaufentscheidung einfach gemacht ...
Auto und Google? Will ich nicht! Wenn ich Auto fahre, möchte ich nicht gerne einen Kontakt der Fahrzeugelektronik mit Google. Der nächste Schritt ist dass damit automatisch alle Bewegungsdaten gelesen werden können. Dann braucht die Polizei auch kein Radar mehr sondern kann die Daten direkt auslesen. Also wird es bei mir keinen Audi mehr geben. Schade eigentlich!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.