Wirtschaft in China: Ausländische Investoren halten sich zurück

Die wirtschaftlichen Probleme Chinas werden nicht kleiner: Die ausländischen Direktinvestitionen in die Volksrepublik sind im Jahresvergleich deutlich gesunken.

Kabelfertigung in China: Ausländische Investitionen sinken Zur Großansicht
REUTERS

Kabelfertigung in China: Ausländische Investitionen sinken

Peking - Ausländische Investoren zögern, ihr Geld weiter in China anzulegen. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die ausländischen Direktinvestitionen im September um 6,8 Prozent auf rund 8,4 Milliarden Dollar (6,4 Milliarden Euro). Das gab das Handelsministerium in Peking am Freitag bekannt. Die Zahl schließt Investitionen in die Industrie ein, nicht jedoch Finanzanlagen wie Aktien.

Die Eintrübung bei den Investitionen ist ein weiteres Signal für die Eintrübung der Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Erst am Donnerstag hatte das chinesische Statistikamt mitgeteilt, dass die Wirtschaft in der Volksrepublik im dritten Quartal so langsam gewachsen sei wie seit drei Jahren nicht mehr. Die zurückgehenden Investitionen aus dem Ausland sind ein Grund dafür, dazu kommt eine schwächelnde Nachfrage aus dem Inland und sinkendes Exportwachstum.

Das Handelsministerium begründet den Rückgang der Investitionen mit den Folgen der Staatsschuldenkrise auf die Länder der Euro-Zone und die anhaltenden Wirtschaftsprobleme der USA. Die Zurückhaltung der Investoren könnte auch mit zunehmenden Spannungen in den Wirtschaftsbeziehungen mit den USA zusammenhängen: Erst vor zwei Wochen hatte der US-Kongress dem chinesischen Telekom-Konzern Huawei Spionage vorgeworfen.

ade/afp

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1. Ist doch kein Wunder...
Ex-Kölner 19.10.2012
...solange die chinesischen "Partner" Technologie und Patente für lau haben wollen und völlig unverblümt abkupfern, ist man doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn man dort investiert. Man sehe sich doch nur mal den gerade erst vorgestellten "chinesischen" Hochgeschwindigkeitszug an - der sieht dem Shinkansen verblüffend ähnlich... Zuvor hat man Züge gemeinsam mit den Herstellern gebaut. Jetzt macht man's allein - oder versucht's zumindest. Freiwillig führe ich mit dem Teil nicht.
2.
james-100 19.10.2012
Je mehr Umverteilung von unten nach oben, desto kleiner das Wachstum. Aber schei..egal, immer weitere Steuersenkungen für Reiche, Konzerne, Unternehmen mit gleichzeitigen höheren Belastungen der Normalbevölkerung durchpeitschen. Das erhöht defenitiv das Wirtschaftswachstum. Wie sagte schon Ford, Autos kaufen Autos oder auch nicht .....
3. Ursachenvorschung
atzigen 21.10.2012
Da kann man sich in der Ursachenvorschung in einem Nirwane verlaufen. Oder die Sache relativ einfach Angehen. Das Chinesische ,,Wirtschaftswunder,,Basiert auf vorrangig Westlichem Investitonskapital.Der wichtigste Exportabsatzmarkt wiederum liegt ebenfalls im Westen. Der Westen wiederum kämpft mit einer Kapital aber auch zunehmend mit einerAbsatzmarktkriese.Kein Kapital aus dem Westen kein Absatzmarkt im Westen=auch für China geht es mit in die Binsen.War alles vorhersehbar wenn man frei von Treumereien wollte.Doch eben das wollten in den letzten 20-30 Jahren nur sehr wenige.Nüchtern realistisch Denken und Agieren.Alle Träume enden im Aufwachen in der Ernüchterung,in der Realität der Fakten.
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