Nach 92 Kilometern Australier lassen Geisterzug mit Eisenerz entgleisen

Der australische Bergbaukonzern BHP hat absichtlich einen Güterzug zum Entgleisen gebracht. Die 268 Waggons voller Eisenerz hatten sich selbstständig gemacht, als der Lokführer ein Problem untersuchen wollte.

Zug mit Eisenerz in Australien (Archivbild)
REUTERS

Zug mit Eisenerz in Australien (Archivbild)


In Australien ist ein mit Eisenerz beladener Güterzug des Bergbaukonzerns BHP Billiton Chart zeigen zum Entgleisen gebracht worden, der zuvor 92 Kilometer ohne Lokführer unterwegs war. Dabei entstand nach Angaben der Behörde für Transportsicherheit "substantieller" Sachschaden. Menschen wurden BHP zufolge nicht verletzt.

"Um ungefähr 4:40 Uhr stoppte am 5. November 2018 der Führer eines Zugs voller Erz mit vier Lokomotiven und 268 Waggons am Kilometerpunkt 211", hieß es in einer Mitteilung von BHP. "Der Lokführer verließ die Lokomotive, um ein Problem mit einem Waggon zu untersuchen." Daraufhin habe sich der Zug in Bewegung gesetzt. "Mit niemandem an Bord fuhr der Zug 92 Kilometer", hieß es weiter. Gegen 5:30 Uhr sei er "absichtlich zum Entgleisen gebracht worden".

Infolge des Zwischenfalls habe BHP vorerst den gesamten Zugbetrieb mit Eisenerz im Westen des Landes eingestellt, berichtete die Zeitung "The Australian". BHP, der weltweit größte Bergbaukonzern, bestätigte dies mittlerweile.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es, der Zug sei bereits um 5:05 Uhr zum Entgleisen gebracht worden. Die Nachrichtenagentur Reuters hat ihre Angaben geändert.

dab/Reuters



insgesamt 33 Beiträge
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mailschlucker 05.11.2018
1. 92 Kilometer in 25 Minuten ...
... kommen mir ganz schön viel vor für einen derart langen Güterzug. Das macht satte 220 km/h.
werner-xyz 05.11.2018
2. Auch wenn die Australier
in andere Größenordnungen denken, erscheint es mir krank, einen Zug mit vier Lokomotiven und 268 Waggons nur von einem Mann an Bord begleiten zu lassen. Was ist wenn der mal einen Herzanfall oder sonstiges erleidet? Notbremssysteme sind ja wohl auch nicht an Bord, sonst hätte man ihn ja einfach per Fernsteuerung stoppen können. Da reden alle von autonomen fahren, aber so was einfaches, wie einen Zug zu stoppen ist nicht drin. Schwache Leistung.
AASAA 05.11.2018
3. 92 km in 25 Minuten?
Da könnte sich die Deutsche Bahn AG für den Güterverkehr mal eine Scheibe abschneiden.
realjogi 05.11.2018
4.
92 Kilometer in 25 Minuten?
Oberleerer 05.11.2018
5.
Mich hätte jetzt irgendwie eine erste Ursachenanalyse interessiert. Haben die keine Totmann-Taster?
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