Lufthansa-Tochter Bei Austrian Airlines fallen viele Flüge aus

Wegen eines Tarifkonflikts bei der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines werden mehr als 140 Flüge gestrichen. Die Gewerkschaft verlangt mehr Geld - und greift zu einem ungewöhnlichen Mittel.

A320-Airbus von Austrian in Zürich
REUTERS

A320-Airbus von Austrian in Zürich


Kein Streik, kein Ausstand - sondern Betriebsversammlungen über zwei Tage hinweg: Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines muss wegen dieser Treffen des Bordpersonals in den kommenden Tagen fast ein Viertel ihrer Flüge streichen. Das Management nannte die Treffen "völlig unverhältnismäßig".

Insgesamt fielen am Dienstag und am Mittwoch mehr als 140 von 570 geplanten Verbindungen aus, sagte ein Firmensprecher. Von Streichungen seien rund 10.000 Passagiere betroffen. Grund für die Betriebsversammlungen seien stockende Vertragsverhandlungen.

Die rund 3900 Mitarbeiter des fliegenden Personals wollen sich nach Angaben der Gewerkschaft Vida am Dienstagnachmittag und am Mittwochmorgen zu Versammlungen treffen. Die Belegschaft soll dabei über den aktuellen Stand der Verhandlungen informiert werden, sagte Johannes Schwarcz von vida.

"Die Stimmung unter den Betroffenen ist emotional und aufgeheizt. Das ist allzu verständlich, die Kollegen sind nicht länger bereit, weitere Sparpakete mitzutragen." Ein Streik des Personals sei nicht auszuschließen, sagte er.

Das Unternehmen bietet den Mitarbeitern nach eigenen Angaben eine Inflationsabgeltung von 2,1 Prozent und eine Einmalzahlung in Höhe von 1,4 Prozent. "Angesichts dessen, dass es seit 2012 so gut wie keine Erhöhung gegeben hat, ist das schlicht und einfach ein Witz", sagte Schwarcz. Wann die Parteien weiter verhandeln, sei derzeit offen.

apr/Reuters



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.