Autobranche: VW-Spitze kann sich Übernahme von Suzuki vorstellen

Volkswagen gibt sich im Kampf um Suzuki nicht geschlagen. Wenn der japanische Hersteller die Partnerschaft kündigt, könnten die Deutschen nach SPIEGEL-Informationen die Mehrheit an dem Unternehmen übernehmen.

Hamburg - Der VW-Konzern will um den Kooperationspartner Suzuki Motor Chart zeigen kämpfen und schließt sogar eine Übernahme des japanischen Herstellers nicht aus. Suzuki kann zwar den Vertrag zur Zusammenarbeit mit den Wolfsburgern kündigen, den die Japaner zu Beginn der Partnerschaft mit VW geschlossen haben. Doch damit würde auch ein Passus ungültig, der vorsieht, dass VW seinen Anteil an Suzuki nur mit Zustimmung der Japaner erhöhen darf.

Die Wolfsburger, die derzeit 19,9 Prozent der Aktien von Suzuki halten, wären frei, eine Mehrheit an Suzuki zu übernehmen. Ein VW-Topmanager sagte dem SPIEGEL: "Ich schließe diese Möglichkeit nicht aus."

Eine Mehrheitsübernahme des japanischen Herstellers durch VW war schon vor Beginn der Zusammenarbeit im Gespräch. VW-Chef Martin Winterkorn hatte laut SPIEGEL mit Firmenpatriarch Osamu Suzuki besprochen, dass die Japaner eine zentrale Rolle im VW-Konzern einnehmen sollen.

Der Volkswagen-Konzern Chart zeigen wollte die Autoentwicklung weltweit auf vier Zentren aufteilen. In Wolfsburg sollen die Kompaktautos konstruiert werden, bei Audi in Ingolstadt die Oberklasse-Fahrzeuge, bei Porsche in Weissach die Sportwagen und bei Suzuki in Japan die Kleinwagen. Voraussetzung dafür wäre, dass VW die Mehrheit der Anteile an Suzuki übernimmt.

cte

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1. Susuki
A-Schindler 18.09.2011
Suzuki baut bessere Autos als VW. Warum soll Suzuki sich vorschreiben lassen schlechtere Autos zu bauen und dazu vielleicht nur noch Kleinwagen. Das Ergebnis kann man bei Daihatsu sehen, als Tochterfirma von Toyota dürfen die in Europa seit Jahren nur noch bestimmte Modelle verkaufen. Daihatsu hat damit aber ein Problem und zieht sich demnächst aus Europa zurück weil man kaum noch Gewinne in Europa mit den paar Modellen verdient. Ich glaube das VW Suzuki aus Europa vertreiben will und da das nicht durch überteuerte Modelle klappt will man die Konkurenz schlicht Aufkaufen.
2. Hayabusa & Co
Mo2 18.09.2011
Da bin ich ja schon mal gespannt auf die VW-Motorräder...
3. neeeeee
DrWimmer 18.09.2011
Zitat von A-SchindlerSuzuki baut bessere Autos als VW.
Nette Parole, aber durch nichts zu belegen. Suzuki baut gute Autos. Meine Freundin fährt einen aus den 1990ern, der einfach nicht kaputt zu kriegen ist. Aber solch haltbare Fahrzeuge der entsprechenden Polo- und Gof-Generationen gibts genauso von VW. Generell ist ein Vergleich schwer, baut VW doch insgesamt ganz andere Autoklassen als Suzuki. Qualitätsprobleme kann man beiden nicht nachsagen und alles anderes ist Geschmackssache. Da wo Suzuki Ausflüge in angestammtes VW-Land macht, kann man nun allerdings wirklich nicht behaupten, dass ein Suzuki Kizashi besser wäre als ein VW Passat. Was bei VW schlecht ist, ist der Fox und deshalb kann VW ja Suzukis Kompetenz in diesem Segment so gut gebrauchen. ---Zitat--- Warum soll Suzuki sich vorschreiben lassen schlechtere Autos zu bauen und dazu vielleicht nur noch Kleinwagen. ---Zitatende--- Wenn man sich den VW-Konzern mal anschaut, ist doch das Gegenteil der Fall. VW hat den Tiguan, Skoda den Yeti und Audi den Q3. Alle Marken haben stets von den gemeinsam genutzten Plattformen profitiert und wurden dennoch eigenständig in verschiedenen Segmenten positioniert. Wieso sollte man also ausgerechnet bei Suzuki anfangen die Marke kaputt zu machen? Suzuki kann VW doch prima ergänzen. ---Zitat--- Ich glaube das VW Suzuki aus Europa vertreiben will und da das nicht durch überteuerte Modelle klappt will man die Konkurenz schlicht Aufkaufen. ---Zitatende--- Wohl kaum, sonst hätte man Seat längst abgewickelt statt sie als günstige, sportliche Marke das VW-Segment nach unten abrunden zu lassen, obwohl Defizite angehäuft wurden und sog. Branchenexperten von VW schon die Abwicklung von Seat forderten. Suzuki ergänzt VW hervorragend im Kleinwagensegment, bringt Plattformen mit die man VW-weit nutzen wird. Die Suzuki-Werke werden bald viel mehr zu tun haben. Evtl. kann Suzuki auf manchen Märkten sogar dabei helfen auch größere Wagen aus dem Konzern unter Suzuki-Label zu verkaufen. Bei Skoda gibt es heute auch einen Superb, was sich früher wohl niemals jemand unter einem Skoda vorstellen konnte. Suzuki dürfte eher wachsen als schrumpfen.
4. Könnte man das als deutschen Größenwahn bezeichnen ?
si_tacuisses 18.09.2011
Zitat von sysopVolkswagen gibt sich im Kampf um Suzuki nicht geschlagen. Wenn der japanische Hersteller die Partnerschaft kündigt, könnten die Deutschen nach SPIEGEL-Informationen die Mehrheit an dem Unternehmen übernehmen. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,786916,00.html
Aber gemach, gemach. Wenn die Chinesen merken, was für einen völlig überteuerten Schrott VW ihnen als Auto verkauft, kommt die Ernüchterung. Wie nach jedem Rausch. Ach ja, noch was: Die größte Glaubensgemeinschaft der Welt ? Richtig. Die VW-Fahrer. Dir glauben alle sie hätten ein Auto...............
5. Na so was, glauben sie das Chinesen nicht durchblicken ?
blob123y 18.09.2011
Zitat von si_tacuissesAber gemach, gemach. Wenn die Chinesen merken, was für einen völlig überteuerten Schrott VW ihnen als Auto verkauft, kommt die Ernüchterung. Wie nach jedem Rausch. Ach ja, noch was: Die größte Glaubensgemeinschaft der Welt ? Richtig. Die VW-Fahrer. Dir glauben alle sie hätten ein Auto...............
ich glaube eher das SIE nicht durchblicken denn nach wie vor verkauft VW die meisten Autos in China, so what ?
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